Finger weg vom Auslöser: Bereits die Aufnahme kann rechtwidrig sein – Urteil OHG Österreich
Wann darf ich ungefragt auf den Auslöser drücken, und wann nicht?! Und wann kann bereits die Aufnahme rechtswidrig sein? Vor allem im Zusammenhang mit Personenaufnahmen ist das in einzelnen Fällen eine schwierige Frage, mit der sich nicht nur Hobbyknipser, professionelle Fotografen bis hin zu Bloggern beschäftigen müssen, sondern immer wieder auch die Gerichte. So wie jüngst der Oberste Gerichtshof in Österreich. Er entschied, dass es im Einzelfall rechtwidrig ist, Personen ohne deren Einwilligung zur eigenen „Belustigung“ abzulichten (also bereits die Aufnahme an sich) – und folgte damit auch in Deutschland herrschender Rechtsauffassung.

Wann darf ich ungefragt auf den Auslöser drücken, und wann nicht?! Wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden, drohen juristische Konsequenzen – und bereits die Aufnahme selbst ist rechtswidrig. Wie jüngst in Österreich…
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, geht es diese Woche um das österreichische Urteil mit dem ich Euch vor allem für die rechtliche Grauzonen und Grenzen in puncto (ungefragtes) Fotografieren von Personen sensibilisieren möchte. Zum ganzen Artikel
Ob der Fankauf bei Facebook zulässig ist, oder nicht, ist rechtlich umstritten – eine gerichtliche Entscheidung dazu gibt es genauso wenig, wie eine eindeutige juristische Meinung. Entgegen aller Kontroversen steht jedoch eines fest: Fankauf ist das Eine, die Unterstellung, jemand habe seine Fans gekauft, das Andere. Denn diesbezüglich hat ein Gericht nun bundesweit einen ersten – wenn auch nicht rechtskräftigen – Beschluss gefasst: Wer einem Dritten unterstellt, er habe die Fans gekauft, verletzt Persönlichkeitsrechte und kann dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Nicht nur der Fankauf ist rechtlich umstritten, auch die Unterstellung kann Konsequenzen haben. Und wer behauptet, der haftet…
Die Entscheidung des Oberlandegerichts Frankfurt zeigt anschaulich, dass nicht nur der Fankauf selbst, sondern auch die Jagd nach Fankäufern und Berichte darüber zum (rechtlichen) Problem werden können. Zum ganzen Artikel
Gerade Blogger oder Homepage-Betreiber kennen das alltägliche Problem der Bildbeschaffung – denn Beiträge mit Bebilderung sind nun mal SEO-technisch besser und werden noch dazu lieber gelesen. Doch woher rechtlich einwandfreie Bilder nehmen, wenn nicht stehlen? Stockarchive sind oft zu teuer… Also greift so Mancher kurzerhand selbst zur Kamera. Doch auch bei eigens geschossenen Fotos lauern rechtliche Stolperfallen und es müssen selbstverständlich die Rechte von Dritten beachtet werden. Und dies unabhängig davon, ob Ihr die Fotos einfach auf der Straße (juristisch: im öffentlichen Raum) aufnehmt, Gebäude oder Personen als Motiv wählt.

Vorsicht: Eigene Aufnahmen sich nicht automatisch frei von Rechten Dritter – auch wenn diese im öffentlichen Raum entstanden sind.
Rechtsanwalt Tim M. Hoesmann ist Partner des „Central Verband Deutscher Berufsfotografen“ und kennt sich folglich in den rechtlichen Gefilden rund um das Thema Fotografie aus. In seinem Beitrag klärt der Experte auf, was beim Fotografieren im „öffentlichen Raum“ beachtet werden muss. Wichtiges Basis(Rechts-)wissen nicht nur für Fotografen – und mein Fundstück der Woche. Zum ganzen Artikel
Geschäftserfolg – oder bittere Verluste: In vielen Fällen entscheidet der Unternehmensstandort über Gedeih und Verderb. Vor allem im Einzelhandel kann das WO auschlaggebend sein. Deshalb ist es verständlich, dass (nicht nur) Existenzgründer die Entscheidung für den richtigen Standort nicht dem Zufall überlassen wollen. Wie auch im Fall eines Apothekers: Für eine professionell durchgeführte Standortanalyse beauftragte er einen externen Unternehmensberater – und hätte deshalb niemals damit gerechnet, mit seiner neueröffneten Apotheke ausgerechnet direkt neben der Konkurrenz zu landen…

Autsch: Trotz Standortanalyse durch einen extern beauftragten Unternehmensberater landete ein Apotheker mit seiner neuen Filiale ausgerechnet direkt neben der Konkurrenz…
Kurz und bündig will ich Euch diese Woche einen Schaden aus dem Archiv skizzieren. Er passt gut zu der Reihe an Fällen aus dem Consulting-Bereich, aus denen sich vor allem eine wichtige Schlussfolgerung ziehen lässt: Sie räumen mit dem weit verbreitenden Irrtum auf, wer nur berate und analysiere könne dafür nicht in Haftung genommen werden. Zum ganzen Artikel
Da sich mein Versicherungsportal auf die Bereiche (Neue) Medien, IT und Consulting spezialisiert hat, sind bei uns viele Startups versichert. Somit stehe ich auch im regen Kontakt zu Existenzgründern, zu denen ich 2008 mit dem Start von exali.de auch gehört habe. Grundsätzlich steckt die idealistische Auffassung hinter einem Startup, seinen Traum zu verwirklichen und sich selbstständig zu machen. Hier kommt jedoch auch schon das große Aber. Bis eine Unternehmens-Idee einmal so weit ist, dass sie rundläuft, ist sehr viel Wasser den Bach herunter gelaufen. Beim Fokus auf das Business darf man eben nicht den Blick auf das Wesentliche verlieren. Viele Risiken und Nebenwirkungen schleichen sich mit der Zeit in den Gründungsprozess ein, die es zu vermeiden gilt.

Bis hierhin und nicht weiter! Deutsche Existenzgründer unterliegen Risiken und Nebenwirkungen, die es zu vermeiden gilt.
Gründerszene-Autor Joel Kaczmarek zeigt mit seiner Kolumne die Risiken und Nebenwirkungen in der deutschen Gründer-Szene auf, welche inzwischen gang und gäbe sind. Ich habe mich mit dieser Liste selbst auf den Prüfstand gestellt und auch in dem einen oder anderen Punkt wiedergefunden.
Mein Fundstück der Woche ist somit vielleicht auch ein Denkanstoß für den ein oder anderen von Euch. Zum ganzen Artikel
Es ist eine Nachricht, die in den vergangenen Wochen viele IT-Freiberufler bis ins Mark erschüttert hat: Die Reutax Gruppe hat Insolvenz angemeldet. Eine Katastrophe für die betroffenen Freiberufler (viele davon noch im Projekteinsatz), die sich plötzlich mit Fragen zur rechtlichen Beurteilung aber auch zu Schutz vor Forderungsausfällen auseinandersetzen mussten. Da ich mit meinem Versicherungsportal exali bereits mehrere tausend überwiegend freiberuflich tätige IT-Experten speziell in der IT-Haftpflicht versichert habe, erreichte auch mich und meine Mitarbeiter ein Sturm von Anrufen. Allen Gemeinsam war eine große Verunsicherung und die Frage, ob und welche Versicherungsmöglichkeiten es gibt, um Insolvenzrisiken abzusichern.

Reutax-Insolvenz: Viele Freelancer wollen jetzt wissen, ob und wie sie ihre Insolvenzrisiken absichern können. Eine Analyse der Versicherungsmöglichkeiten.
Nachdem ich vergangene Woche die rechtliche Beurteilung in den Fokus gestellt habe, will ich im zweiten Teil zum Thema Licht in den Versicherungsdschungel bringen – und die Frage beantworten, wie Ihr Euch als Freiberufler im Ernstfall schützen könnt. Dazu analysiere ich die einzelnen Versicherungssparten im Hinblick auf die Absicherung von Insolvenzrisiken: Zum ganzen Artikel
Ende März ereilte die Freelancer-Gemeinde eine Hiobsbotschaft: Die Projektvermittler und Personaldienstleister Reutax AG, Reutax Temp GmbH und Lenroxx AG, alle Teil der Reutax Gruppe, haben den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Eine Katastrophe für alle betroffenen IT-Freiberufler, was auch der Kundenservice meines Versicherungsportals schnell merkte: Die Telefone standen nicht mehr still. (Zu) Recht verunsicherte Freelancer wollten wissen, wie es für sie weitergeht, wenn ihr Auftraggeber insolvent geht. Was passiert mit ausstehenden Honoraren, kann vom Vertrag zurückgetreten werden, gelten die Verträge weiter, sind die Kundenschutzklauseln weiter gültig, wird weiter gearbeitet …? Und natürlich auch die Frage, ob man sich in Zukunft vor der Insolvenz des eigenen Projektvermittlers versichern kann.

Reutax-Insolvenz – Wie geht es weiter? FAQs auf den Plattformen GULP und SOLCOM greifen rechtliche Fragestellungen auf, denen sich jetzt viele IT-Freelancer stellen müssen.
Fragen zur rechtlichen Beurteilung und zu Versicherungsmöglichketen, denen ich hier auf dem Blog in den nächsten beiden Wochen genauer auf den Grund gehen will. Im ersten Teil stelle ich Euch die Beiträge engagierter Anwälte auf den Plattformen GULP und SOLCOM vor. Ihre FAQs zum Thema Insolvenz bringen Licht ins Dunkel rechtlicher Fragestellungen. Zum ganzen Artikel
Bevor ich die exali GmbH Ende 2008 gegründet habe, war ich viele Jahre freiberuflich im Versicherungsbereich tätig und habe mir in dieser Zeit viel Wissen über das „Selbständigsein“ erarbeiten müssen – wie sicher viele von Euch. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, meine Erfahrungen aber auch Rückschläge weiterzugeben. Denn trotz aller „Widrigkeiten“ die mit dem Schritt in die Selbständigkeit verbunden sein können: Die meisten, die diesen Schritt gewagt haben, wollen nicht mehr zurück. Das zeigen übrigens auch schwarz auf weiß die Ergebnisse der GULP-Umfrage (zu der ich vergangenes Jahr auch hier auf dem Blog aufgerufen hatte): 9 von 10 Freelancern aus dem Bereich IT & Engineering gaben darin an „Ich bin selbständig aus Überzeugung“. Wohl das wichtigste Kriterium, das einer erfolgreichen Selbständigkeit zu Grunde liegen muss! Denn, wenn ihr nicht an Euch selbst glaubt – wer soll es dann tun?

Wie selbständig ist der Selbständige angesichts bürokratischer Hürden und leerer Sozialkassen wirklich? Eine philosophische Argumentation.
Selbstbestimmung, Eigenverantwortung vs. Unfreiheit durch bürokratische Hürden: Diesen Zwiespalt der „Freelancerei“ greift Rechtsexperte Dr. Benno Grunewald auf dem Freiberufler-Blog aus philosophischer Sicht auf. In seinem Beitrag startet einen „Aufruf zur Verteidigung der Selbständigkeit“. Ein besonderes Lesevergnügen – und mein Fundstück der Woche. Zum ganzen Artikel




