Archiv für April 2012
Co-Working im „Farbraum“: Selbständig, aber trotzdem nicht allein
Aller Anfang war schwer: Als sich Webworker Sascha Lechner vergangenes Jahr selbständig machte, wusste er, was er nicht wollte – allein Zuhause und „weg vom Schuss“ vor dem Schreibtisch versauern. Diesen Monat hat sein “Projekt”, der knapp 100 Quadratmeter große Coworking-Space „Farbraum“ in Langweid-Foret, eröffnet – ein Sammelbecken für Kreative, Texter, Start-ups, Programmierer, digitale Nomaden & Co.
Übrigens: Sascha kenne ich seit Längerem aus der „Szene“ von Augsburgern BarCamp-Treffen. Und als er sich letztes Jahr selbständig machte, hat er über mein Versicherungsportal exali eine Media-Haftpflicht abgeschlossen. Im Gespräch über den „Farbraum“, hat mich daher natürlich auch interessiert, warum er schon zu Beginn die Absicherung seiner beruflichen Risiken als Webworker auf dem Radar hatte.
Wer sich als Freiberufler auf der Business-Plattform XING präsentiert, optimiert sein Profil so gut wie möglich. Klar, schließlich sollen potentielle Auftraggeber erkennen können, welche Skills und Referenzen der Freiberufler mitbringt. Doch Vorsicht: Zwischen Eigenwerbung und der Verletzung von Geheimhaltungspflichten ist es ein schmaler Grat. Eine Erfahrung, die auch diese IT-Freiberufler machen mussten. Auf ihrem XING-Profil konnten sich Interessenten nicht nur über deren Skills informieren, sondern auch über wichtige Projektinterna ihres Auftraggebers: einem Unternehmen aus der Rüstungsindustrie…
Diese Woche erkläre ich, warum die IT-Versicherung unbedingt auch Schadenersatzforderungen wegen des Verstoßes gegen Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflichten abdecken sollte.
Wer ein Ziel erreichen will, schafft das manchmal nicht ohne Hilfe von außen. Ein Prinzip, das vereinfacht auch für das Verhältnis von Consultants und ihren Kunden gilt: Der Auftraggeber erhofft sich Fördergelder für sein Projekt, der Consultant soll ihn dabei unterstützen. Doch wie das so ist mit Hoffnungen: Sie werden nicht immer erfüllt. So auch bei diesem Schadenfall aus der Praxis, der vor kurzem von meiner Firma exali bearbeitet wurde. Als sich das Blatt plötzlich in eine für den Kunden unbefriedigende Richtung wendete, trat er vom Vertrag mit seinem Consultant zurück. Und der stand nun da mit all seinen vergeblichen Aufwendungen, die er bereits in die Beratung gesteckt hatte…
Der Schadenfall zeigt, was ich in der Praxis von Consultants immer wieder feststelle: Wenn die Beratung nicht zum gewünschten Erfolg führt, stehen am Ende immer häufiger Schadenersatzforderungen und / oder ein Rücktritt vom Vertrag im Raum. Diese Woche will ich Euch deshalb erläutern, wie sich Consultants in solch einem Fall absichern können – und welche Rolle dabei die Eigenschadenversicherung in der Berufshaftpflicht spielt.
„Hier stimmt was nicht“, war der erste Gedanke. „Ein schlechter Aprilscherz“ der Zweite. Und der Dritte: „So kann das auf keinen Fall bleiben“. Die Rede ist von dem Firmenlogo meines Versicherungsportals exali, das plötzlich auf dem Kopf stand. Oder besser: Das „x“ in exali ging auf einmal nach oben, statt nach unten. Ein Fehler, den die mit Gestaltung und Anbringung des Logos beauftragte Werbeagentur natürlich korrigieren muss: Den schon bald soll genau dieses Logo in einem beleuchteten Würfel die Außenwand unserer neuen Büroräume schmücken.
Das vertauschte „x“ im Logo zeigt plastisch: Werbeagenturen können durch ihre Tätigkeit nicht nur einen Dritten schädigen, sondern auch selbst Schaden erleiden (so genannter Eigenschaden). Wie sich Werbeagenturen und freiberufliche Medienschaffende absichern können.


