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Kleinere Webshops sollen ganz besonders profitieren vom neuen Buy-Button bei Facebook. Die schlauen Köpfe rund um Mark Zuckerberg haben eine Idee, wie Nutzer noch mehr an Facebook gebunden werden können. Und Onlineshops sollen dieses Mal auch ein Stück vom Kuchen abbekommen: In Zukunft findet der User neben der Werbeanzeige voraussichtlich einen „Kaufen“-Button, er muss also Facebook nicht verlassen, sondern kann direkt im sozialen Netzwerk seiner Shoppinglaune frönen.

Der Facebook Buy-Button soll Webshop-Betreibern mehr Umsatz bringen. Ein Blick in die Glaskugel verrät, was da auf den deutschen Online-Handel zukommt.

Ein Stück vom Facebook-Kuchen für Online-Händler: Künftig soll der User neben Facebook-Ads einen „Kaufen“-Button finden – um direkt im sozialen Netzwerk seiner Shoppinglaune frönen zu können.

Der Facebook Buy-Button und warum Webshop-Betreiber davon profitieren sollen, dass der User nicht mehr in den Onlineshop kommt, steht heute in meinem Blog im Mittelpunkt.

Der Facebook Buy-Button und was er bringen soll

Bisher dürfen nur wenige ausgewählte US-Onlineshops an einem Testlauf teilnehmen, doch der soll laut Facebook bislang nur Positives gebracht haben. Die Conversionrate der „Testkaninchen“ liegt im Schnitt bei 2 Prozent, was ein durchschnittlicher Wert im eCommerce ist.

Die Verantwortlichen sind damit aber sehr zufrieden und preisen den Buy-Button schon jetzt als Zukunftsidee für Webshops an. Momentan ist die Nutzung für Onlinehändler noch kostenlos, wenn die Testphase erst mal vorbei ist und jeder den Button hinzufügen kann, ändert sich das womöglich.

Wer profitiert vom neuen Button?

Ganz klar: Zunächst profitiert eindeutig Facebook. Das Netzwerk erschließt damit einen neuen Sektor der Onlinewelt für sich. Zudem wird sich die Verweildauer des Nutzers durch den Buy-Button wohl steigern, weil er nun auch zum Shoppen innerhalb der dunkelblauen Sphäre aus „Likes“ und „Followern“ bleiben kann.

Doch die Facebook PR-Leute versprechen, dass auch Webshops profitieren: Bei der Studie wurde der Buy-Button innerhalb einer Werbeanzeige getestet. Und laut der britischen Financial Times haben die Webshop-Betreiber die Kosten der Anzeige um das im Schnitt Achtfache wieder eingenommen.

Ohne dass die Verbraucher also in den Online-Shop selbst kommen müssen, wird Umsatz generiert. Und davon, so die Buy-Button-Erfinder, profitiert vor allem der kleine Händler – der häufig im Schatten der großen Online-Shops untergeht.

Facebook, der Datenschutz und Shopping

Über bahnbrechenden Erfolg oder peinliche Niederlage des Buy-Buttons entscheiden letzen Endes die weltweit rund 1,3 Milliarden Facebook-Nutzer. Und hier sehe ich persönlich einen kritischen Punkt – zumindest was deutsche Webshops und ihre Kunden angeht.

Wenn die Bestellung innerhalb von Facebook stattfindet, wird dort natürlich auch bezahlt. Doch was in den USA funktioniert, ist hierzulande keine Garantie – dafür sorgt auch eine sensiblere Einstellung zum Thema Datenschutz unter den deutschen Verbrauchern. Gerade nach den jüngsten Skandalen bin ich mir deshalb nicht sicher, ob die Kunden hierzulande sich darauf einlassen und ihre Kreditkartendaten dem sozialen Netzwerk geben.

Auch, wenn Facebook verspricht, dass persönlichen Daten mit Niemandem geteilt werden und der Nutzer selbst entscheiden kann, ob die Angaben gespeichert werden sollen oder nicht.

Fazit: Mit dem Buy-Button eröffnen sich auch für deutsche Webshop-Betreiber neue Möglichkeiten. Facebook ist eine gewaltige Marktmacht, die sich Onlinehändler mit ein bisschen Geschick zu Nutze machen können. Wichtig ist, den Anschluss nicht zu verpassen und immer Up-to-Date zu sein. Solange der Buy-Button hierzulande aber noch nicht angekommen ist, besteht kein Reaktionsbedarf. Ich blicke bis dahin weiter in meine eCommerce-Glaskugel und melde mich, sobald sich neue Entwicklungen ergeben.
Update 03.09.2014: Nachdem Facebook vor einigen Wochen den Buy-Button offiziell angekündigt hat, scheint nun auch der Kurznachrichtendienst Twitter nachzuziehen. Sehr vereinzelt haben Nutzer in den vergangenen Tagen in ihrem Newsfeed Anzeigen mit einem Buy-Button entdeckt. Offenbar ein Test des sozialen Netzwerks, denn ein offizielles Statement dazu gibt es nicht. Wie bei Facebook, soll der Nutzer auch bei Twitter noch auf der Seite des Netzwerks den Verkaufsprozess abschließen können. Sollten die Nutzer den Buy-Button akzeptieren, zeichnet sich hier wohl ein neuer Trend im Onlinehandel ab.

Weiterführende Informationen

Eine Antwort auf “Ein Blick in die eCommerce Glaskugel: Facebook plant den Buy-Button”

  1. […] und laut der britischen Financial Times sollen die Webshop-Betreiber die Kosten der Anzeige um das im Schnitt Achtfache wieder eingenommen […]

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