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Gerade Blogger oder Homepage-Betreiber kennen das alltägliche Problem der Bildbeschaffung – denn Beiträge mit Bebilderung sind nun mal SEO-technisch besser und werden noch dazu lieber gelesen. Doch woher rechtlich einwandfreie Bilder nehmen, wenn nicht stehlen? Stockarchive sind oft zu teuer… Also greift so Mancher kurzerhand selbst zur Kamera. Doch auch bei eigens geschossenen Fotos lauern rechtliche Stolperfallen und es müssen selbstverständlich die Rechte von Dritten beachtet werden. Und dies unabhängig davon, ob Ihr die Fotos einfach auf der Straße (juristisch: im öffentlichen Raum) aufnehmt, Gebäude oder Personen als Motiv wählt.

Vorsicht: Eigene Aufnahmen sich nicht automatisch frei von Rechten Dritter – auch wenn diese im öffentlichen Raum entstanden sind.

Vorsicht: Eigene Aufnahmen sich nicht automatisch frei von Rechten Dritter – auch wenn diese im öffentlichen Raum entstanden sind.

Rechtsanwalt Tim M. Hoesmann ist Partner des „Central Verband Deutscher Berufsfotografen“ und kennt sich folglich in den rechtlichen Gefilden rund um das Thema Fotografie aus. In seinem Beitrag klärt der Experte auf, was beim Fotografieren im „öffentlichen Raum“ beachtet werden muss. Wichtiges Basis(Rechts-)wissen nicht nur für Fotografen – und mein Fundstück der Woche.

Fotos von Gebäuden im öffentlichen Raum

Der Experte für Medien-, Urheber- und Internetrecht macht in seinem Artikel „Fotos von Gebäuden, Personen und Marken im öffentlichen Raum“ deutlich, dass Fotos von Bauwerken, also Fassaden, grundsätzlich unbedenklich fotografiert werden dürfen.

Da das Bild im öffentlichen Raum entstanden ist, greift hier die „Panoramafreiheit“. Diese gilt laut dem Autor aber nur von der „Straßenperspektive“ aus. Sobald das Privatgelände betreten wird oder Aufnahmen im Gebäudeinneren entstehen, müssen die Rechte dringend geklärt werden.

Denn keine Regel ohne Ausnahme – wie auch der Streit zwischen Fotoagenturen und der Schlosserstiftung Sanssouci von vor drei Jahren zeigt, der immerhin bis vor den BGH ging…!

Motiv: Einzelpersonen und Versammlungen

Bei Aufnahmen von Personen im öffentlichen Raum verweist der Rechtsexperte und FH-Dozent auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht der fotografierten Person. Dieses kann jedoch in bestimmten Situationen unter besonderen Umständen aufgeweicht werden:

  • Beiwerk: Personen als Nebensache,
  • Versammlungen: Personen mit „kollektiver Willensbetätigung“,
  • Öffentliches Interesse: Personen mit öffentlichem Interesse (nicht bei privaten Tätigkeiten).

Basics im Bild- und Fotorecht

Großes ABER: Die Yellow-Press zeigt uns jeden Tag aufs Neue, dass dieser Grundsatz nicht gerne eingehalten wird und sehr wohl Personen des öffentlichen Interesses bei allen möglichen Tätigkeiten abgebildet werden.

Das Thema Fotos und Persönlichkeitsrechte ist so komplex, dass es schwierig ist, jeden Individualfall bis ins letzte Detail durch zu deklinieren. Deshalb kann ich Euch nur empfehlen, Euch selbst in die Grundlagen einzulesen, um einzelne Fragen zu klären.

Dazu empfehle ich Euch auch die Präsentationsfolien zum Thema „Bild und Fotorecht – die Basics im Überblick“  on Rechtsanwalt Thomas Schwenk, mit denen er sich auch genau mit diesen Fragestellungen beschäftigt.

Denn: Nicht alle Risiken können immer und überall vermieden werden – aber zumindest ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, was zulässig ist und was eben nicht.

Folgende Themenschwerpunkte greift Thomas Schwenke u.a. dabei auf:

  • Urheberrechtlicher Schutz,
  • Fotografieren von Personenfremden Marken & fremdem Eigentum sowie
  • Bilder von Veranstaltungen und Mitarbeitern.

Noch mehr geballtes Rechtswissen findet Ihr übrigens auch bei meinen weiterführenden Infos, einige (zum Teil auch kostenlose) Skripts, Wegweiser und Ratgeber.

Fazit: Auch wenn man sich nach der Lektüre von Hoesmanns Text immer noch nicht 100% auf der richtigen Seite wissen kann, schärft er den Blick, was beachtet werden muss, wenn Aufnahmen im öffentlichen Raum entstehen. Klar ist auch, dass sich Stolperfallen nie vermeiden lassen. Aber mit einem gut geschulten Verstand für die rechtlichen Hintergründe kann die eine oder andere sicherlich umgangen werden. Information ist Prävention!

» Rechtsexperte Tim M. Hoesmann: „Fotos von Gebäuden, Personen und Marken im öffentlichen Raum“

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