Über Ralph Günther

Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

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„Ich kam, sah und siegte“ – so lautet wohl eines der berühmtesten Zitate des noch berühmteren Kriegsherren Julius Cäsar. Mehr als 2.000 Jahre später, in Zeiten von Web 2.0, könnte es wohl so umformuliert werden: „Ich poste, blogge und vernetze“ – für eine perfekte Performance auf allen Social Media Kanälen. Denn „Mitzwitschern“, „Gesicht zeigen“ und sich oder den Kunden mit Videos erfolgreich auf YouTube präsentieren, ist ein Muss für jeden Social Media Marketer und jede Social Media Agentur in der B2B und B2C Kommunikation. Mit wenigen Klicks hochgeladen, erreichen Meldungen und Kampagnen blitzschnell die Zielgruppe, sorgen für die gewünschte Aufmerksamkeit und erhöhen so die Markenbekanntheit.

Berufliche Risiken im Social Media Bereich.

Die komplette Infografik über Risiken im Social Web gibt`s zum Download bei exali

Risiken im Haftungsdschungel Internet

Marketing durch Social Media, das bedeutet jedoch auch: die Geister, die ich rief, werd ich nicht mehr los. Genauso vielfältig wie die Möglichkeiten der erfolgreichen Vernetzung im Internet, sind auch die Risiken. Rechtliche Grauzonen im Haftungsdschungel von Facebook, YouTube und Twitter sorgen für Stolperfallen. Denn so schnell wie Inhalte auf Webseiten, Blogs und Social-Media-Portalen hochgeladen sind – so schnell können auch Urheber-, Persönlichkeits-, Namens-, Marken-, Wettbewerbs- und Lizenzrechte verletzt werden. Am Ende haftet der Social Media Marketer, die Agentur – oder im schlimmsten Fall sogar der Kunde. Was wäre das für ein Imageschaden, von den Umsatzeinbußen ganz zu schweigen.

Richtiges Risikomanagement: Krisenkommunikation und zeitgemäßer Versicherungsschutz

Im Ernstfall hilft als entscheidende Kernkompetenz nur noch die Krisenkommunikation des Social Media Marketers oder der Social Media Agentur – sonst gehen Professionalität und Transparenz flöten. Ganz nach der Devise: Besser agieren, statt reagieren.

Zu einem umfassenden Risikomanagement gehört jedoch auch, sich bereits von Vornherein abzusichern. Denn auch die beste Krisenkommunikation sichert den Social Media Marketer oder die Social Media Agentur nicht ab, wenn es um Haftungsfragen geht.

Rundum-Schutz dagegen bietet eine den Risiken im Web 2.0 angepasste Berufshaftpflichtversicherung (Media-Haftpflicht). Dabei übernimmt die Media-Haftpflicht auch die Kosten für die Abwehr ungerechtfertigter Schadenersatzansprüche, Abmahnungen, Unterlassungserklärungen oder Verfügungen sowie für die professionelle Schadenregulierung (so genannter «Passiver Rechtsschutz»).

Eine spezifische Berufshaftpflichtversicherung bzw. Media-Haftpflicht ist deshalb die zeitgemäße Lösung zur Absicherung nicht kalkulierbarer Schadenersatzforderungen, sowie zum Schutz vor Abmahnungen, Unterlassungserklärungen und Verfügungen.

Darauf müssen Social Media Marketer oder Agenturen beim Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung achten – Checkliste:

  • Die Berufshaftpflichtversicherung bzw. Media-Haftpflicht sollte unbedingt Versicherungsschutz für reine Vermögensschäden mit einer angemessen hohen Versicherungssumme (ich empfehle mindestens 250.000 Euro pro Schadenfall) bieten.
  • Die Versicherungsbedingungen der Berufshaftpflichtversicherung sollten dem All-Risk-Prinzip folgen und alle typischen Haftungsrisiken von Medienschaffenden, also auch die Tätigkeit als Social Media Marketer bzw. Social Media Manager decken.
  • Rechtsverletzungen Dritter, wie Urheberrechtsverletzungen, Lizenz-, Marken-, Namens-, Persönlichkeits-, Wettbewerbs- und Datenschutzrechtsverletzungen, müssen eingeschlossen sein. Der Versicherungsschutz sollte auch dann gelten, wenn der Versicherte grob fahrlässig handelt.
  • Ansprüche wegen der Veröffentlichung von Inhalten für eigene Produkte oder Dienstleistungen sollten mitversichert sein.
  • Im Rahmen des Passiven Rechtsschutzes sollten auch Anwalts und Verfahrenskosten aufgrund von Abmahnungen, Unterlassungen und einstweiligen Verfügungen abgedeckt sein.
  • Die Media-Haftpflicht sollte auch den Umsatz- und Gewinnausfall eins Kunden decken, wenn eine Social-Media-Kampagne fehlschlägt, ein wichtiger Kunden-Account gesperrt oder eine Kundenseite von Google abgestraft wird.
  • Je nachdem auf welcher vertraglichen Basis Sie mit Endkunden zusammen arbeiten, sollte der Versicherer neben der gesetzlichen Haftung auch bestimmte Ansprüche im Bereich der vertraglichen Haftung übernehmen – wie Schadenersatz aufgrund der Nichterfüllung oder Schlechterfüllung einer vertraglichen Leistungspflicht
  • Ein Schadenersatz durch Überschreitung von Deadlines und sonstige Leistungsverzögerungen sollten in jedem Fall mitversichert sein.
  • Der räumliche Geltungsbereich der Berufshaftpflichtversicherung sollte mindestens für Europa und die Schweiz gelten, da sich virales Marketing nicht lokal begrenzen lässt. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt sollte der Versicherer optional einen weltweiten Versicherungsschutz anbieten.
  • Der Versicherer sollte je nach Tätigkeitsschwerpunkten des Social Media Marketers auch Eigenschäden versichern, wie vergebliche Aufwendungen durch den Rücktritt des Auftraggebers vom Auftrag auf Werkvertragsbasis (z.B. Erstellen einer Facebook Fanseite oder Werbekampagne).

Haftungsrisiken bei Facebook, Twitter, YouTube & Co: Mehr dazu Lesen Sie in diesem Blog

Was den Social Media Marketer oder die Social Media Agentur erwartet, wenn alle Kanäle in der spannenden Welt des weltweiten Netzes mit Inhalten über den Kunden befeuert werden, welche Gefahren und Risiken beim Twittern, auf Facebook und auf YouTube lauern, wer im Fall der Fälle haftet, wie Sie sich selbst, die Fans und Ihren Kunden schützen können: Mehr Infos zum Thema gebe ich in diesem Blog – einfach weiterklicken:

Eine Antwort auf “Die Geister, die ich rief: Wie sich Social Media Marketer und Social Media Agenturen im weltweiten Netz absichern können”

  1. [...] Schutz soll eine Web 2.0 gerechte Berufshaftpflichtversicherung – auch Media-Haftpflicht genannt – bieten. Sie übernimmt die Kosten für die Abwehr [...]

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