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Juristische Kämpfe, Abmahnungen, Unterlassungserklärungen und Schadenersatzforderungen: Urheberrechtsverletzungen sind für Fotografen, die die Rechte an den Bildern haben, ebenso brisant wie für jene, die die Rechte (aus Versehen) verletzen. Ein neuer Anbieter will jetzt das System auf den Kopf stellen und am Ende alle glücklich machen – Rechteverletzer und Urheber.

LAPIXA will die Urheberrechtsverfolgung revolutionieren

LAPIXA will die Urheberrechtsverfolgung revolutionieren

Heute habe ich in meinem Blog mal wieder einen Interviewpartner zu Gast.

Abmahnung bei Urheberrechtsverletzung? Nicht immer der beste Weg!

Sofia Borodulina ist CEO & Co-Founder von LAPIXA und erklärt in unserem Interview, wie sie dem klassischen „Abmahnmarkt“ das Wasser abgraben wollen.

LAPIXA geht in Sachen Urheberrechtsverletzung neue Wege, wie sehen diese aus?

Wir fordern keine Nachlizenzierung bei Privatpersonen, die etwa ein Foto auf Facebook für ihre Freunde posten. Nur, wenn ein Foto gewerblich genutzt oder kommerziell verwendet wird, greifen wir ein. Wir wollen aber nicht die Moralkeule schwingen: „Du hast geklaut, zahl und schäm dich bis ans Lebensende!“. LAPIXA hilft Fotografen und Bildagenturen widerrechtlich verwendete Bilder aufzuspüren und nachhaltig nachlizenzieren zu lassen. Nachhaltig bedeutet: Es gibt keine Abmahnungen! Wir sorgen dafür, dass Urheberrechtssünder die Möglichkeit bekommen, im Nachhinein eine Lizenz zu erwerben. So wird ein zusätzliches Einkommen generiert und neue Kunden für den Urheber gewonnen. Hinzu kommt eine sehr enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir präsentieren unseren Kunden eine handverlesene Auswahl an Urheberrechtsverletzungen und entscheiden in Absprache mit ihnen über die weitere Vorgehensweise. Hinzu kommt, dass unser Service für unsere Kunden komplett risikofrei und kostenlos ist. Lediglich im Fall einer erfolgreichen Abwicklung der Nachlizenzierung behalten wir uns eine Provision ein.

Wie funktioniert Ihr Dienst genau, wenn ich als Fotograf zu Ihnen komme?

Der Ablauf für unsere Kunden ist so einfach wie man es sich nur vorstellen kann. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Fotografen werden seine Bilder auf unserem Portal hochgeladen. Jeder Kunde hat einen eigenen Zugang zu seinem persönlich eingerichteten Dashboard. Nach dem Upload durchsuchen wir mit Hilfe unseres leistungsstarken Algorithmus das Internet nach Kopien. Dabei spielt es keine Rolle in welcher Form diese auftauchen – unsere Technologie findet selbst stark veränderte Kopien der Bilder. Nachdem wir alle Ergebnisse der Suche gefunden haben, werden diese nach Erfolgswahrscheinlichkeit sortiert und unserem Kunden über das Dashboard in einer Fundstellenliste präsentiert. Er kann daraufhin überprüfen, ob eine Lizenz für das Bild vorliegt oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Kunde sich dafür entscheiden das Bild durch uns rechtlich nachverfolgen zu lassen, und die notwendige Lizenz rückwirkend gewinnen.

Was erwartet dann den Urheberrechtsverletzer?

Der Rechteverletzer wird von unserem Rechtsdienstleister kontaktiert und auf die Urheberrechtsverletzung hingewiesen und zur Begleichung der Lizenzkosten aufgefordert. Dabei verschicken wir keine Abmahnungen. Das heißt, es gibt bei uns keine Unterlassungserklärungen. Wir glauben nicht an eine aggressive Methode, von der meistens nur die Rechtsanwälte profitieren, sondern an eine nachhaltige Nachlizenzierung. Wir möchten den Rechteverletzer in einen Kunden für unseren Fotografen umwandeln und nicht systematisch verbrannte Erde hinterlassen. Sollte sich der Rechteverletzer jedoch uneinsichtig zeigen und sich weigern trotz einer klaren Ausganssituation zu bezahlen, so zögern wir nicht bis vor Gericht zu gehen. Denn wir versuchen zwar stets für beide Seiten den Ablauf so effektiv wie möglich zu gestalten, aber wir sind definitiv kein zahnloser Tiger.

Über den Interviewgast:

Sofia Borodulina, LAPIXA

Sofia Borodulina, LAPIXA, © Sofia Borodulina

Sofia Borodulina war nach ihrem Ivy League Master an der Cornell University von 2012 bis 2014 als Managerin für Corporate Responsibility bei Depot tätig und kümmerte sich dort um alle Themen rund um unternehmerische Nachhaltigkeit. 2014 gründete sie ihr eigenes Beratungsunternehmen mit dem Fokus auf interne Nachhaltigkeit im Startup-Bereich und wurde für den HR-Excellence Award 2015 nominiert. Nebenbei engagiert sich die gebürtige Ukrainerin, die vier Sprachen fließend spricht, für verschiedene ehrenamtliche und soziale Projekte. So sitzt sie z.B. im Beirat des größten Onlinenetzwerkes für Nachhaltigkeit bei 2degreesnetwork.com und ebenso im Vorstand von Euresponsible e.V..

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