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Consulting-Haftpflicht Archives - Seite 2 von 6 - Ralph Günther Blog - Versicherung neu denken Ralph Günther Blog – Versicherung neu denken
 
 
 

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Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

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Archiv für die Kategorie ‘Consulting-Haftpflicht’

Vergangene Woche habe ich es ja bereits angekündigt: Pünktlich und passend zum Jahresende gibt es diese Woche eine Compilation der Schadenfälle aus der Praxis von Freiberuflern, die 2012 am meisten für Feedback, Diskussionen und auch den einen oder anderen Aufreger gesorgt haben. Denn auch wenn diese Einschätzung natürlich sehr subjektiv ist: Dieses Jahr standen die Schadenfälle ganz im Zeichen von Rechtsverletzungen – vor allem in puncto Urheber- und Markenrecht.

Markenrecht – ein Thema, zu dem ich nicht nur selbst viele Beiträge hier auf dem Blog vorgestellt habe, sondern das im Netz auch in informativen Expertenbeiträgen von allen Seiten beleuchtet wurde. Doch gerade in dem Moment, in dem ich mir denke, dass es mit all den Infos zum Thema auch mal gut ist, flattert mir der Schadenfall eines selbständigen Consultants auf den Tisch: Mit seinem Firmenname hat er die Rechte eines Anderen verletzt – und der ist auch noch aus der gleichen Branche.

Grund genug, das Thema Markenrechtsverletzungen doch noch einmal aufzugreifen.

Aufklärungsarbeit in puncto Haftungsrisiken: Seitdem ich diesen Blog betreibe, liegt mir dieses Thema am Herzen. Und während in vielen Bereichen das Bewusstsein für die mit der Selbständikeit oder der eigenen Firma verbundenen Risiken gewachsen ist, kämpfe ich bei gewissen Themen immer noch gegen die eine oder andere Windmühle.

Umso mehr freue ich mich über Expertenbeiträge, wie den Beitrag von Rechtsanwalt Rolf Albrecht in Ausgabe 07/2012 des e-Commerce Magazins, in dem er zur Haftung der Unternehmensleitung für Rechtsverletzung schreibt. Kurzerhand habe ich den Experten selbst angerufen und um ein Interview gebeten. Meine fünf Fragen an…

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Und die können bei Freiberuflern teure Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Ein Thema, das ich in vielen Variationen immer wieder auf dem Blog aufgreife: Um für haftungsrechtliche Risiken zu sensibilisieren, und um zu zeigen, wann und wie eine Berufshaftpflicht Schutz bieten kann. So weit, so gut. Auf einen meiner zuletzt geschilderten Schadenfälle habe ich interessantes Feedback bekommen: „Aber es kann doch für Dienstleister nicht der Weg sein: Dann mache ich das über die Versicherung. Rechtssicher Arbeiten ist viel wichtiger“, schrieb ein Leser.

Eine Meinung, die ich vollkommen teile – und die mich auf die Idee gebracht hat, mich genauer mit dem Thema „grob fahrlässige Schadenverursachung vs. ordentliche Dienstleistung“ zu beschäftigen.

Verstoß-Theorie, Schadenereignis-Theorie und Claims-Made-Prinzip : Was hinter diesen drei Schadentheorien der Versicherer in der „grauen Theorie“ steckt, habe ich vergangene Woche hier auf dem Blog erklärt. So weit, so gut. Aber wie sieht das nun ganz konkret in der Praxis aus? Wann ist ein Schaden bei welcher Theorie tatsächlich versichert – und zu welchem Zeitpunkt muss dafür Versicherungsschutz bestehen?

Das will ich diese Woche im zweiten Teil der kleinen Serie zeigen – und zwar anhand von sechs verschiedenen Grafiken, in denen ich verschiedene Schaden-Szenarien „durchspiele“.

Consultants, Freiberufler im Media Business oder IT-Experten – so unterschiedlich ihre Tätigkeiten auch sind, im Schadenfall brennt ihnen meist dieselbe Frage unter den Nägeln: „Ist mein Schaden versichert?“ Einer der Knackpunkte ist, wie der versicherte Schadenfall in den Versicherungsbedingungen definiert ist – die so genannte Schadentheorie. Sie regelt in welchem Zeitraum die Schadenursache, das Schadenereignis oder die Anspruchsstellung des Geschädigten liegen muss, damit Versicherungsschutz besteht.

Auch wenn das Thema zunächst sehr abstrakt klingt, lohnt sich hier ein Blick hinter die Kulissen. Diese Woche will ich in Teil 1 der kleinen Serie, der Verstoß-Theorie, der Schadenereignis-Theorie und dem Claims-Made-Prinzip näher auf den Grund gehen.

Um das Thema gleich von Beginn an bei den Hörnern zu packen: Auch wenn die Erwartungshaltung gegenüber Consultants vielfach sehr hoch ist, sie sind keine „eierlegenden Wollmilchsäue“ – um das mal etwas uncharmant zu formulieren. Und so kann es in der Beratungspraxis von Consultants schnell zu unerfüllten Erwartungen und Enttäuschungen seitens des Auftraggebers kommen. Nicht selten resultieren daraus finanzielle Forderungen und Rückforderungen an den Consultant. Das stelle ich in meinem Alltag als Vermögensschadenexperte und bei der Betreuung im Schadenfall immer wieder fest. Und noch etwas fällt auf: Obwohl mittlerweile fast alle Projektvermittler eine Berufshaftpflicht von ihren selbständigen Consultants fordern, gibt es meiner Meinung nach eindeutig zu viele ungeklärte Fragen zu deren Sinn und Zweck. Höchste Zeit also, Licht ins Dunkel der Missverständnisse bringen.

80 Prozent aller Projektvermittler fordern eine Berufshaftpflicht von ihren selbständigen Consultants. Das hat eine Umfrage der Projektbörse freelancermap unter 25 Anbietern in Deutschland ergeben. Soviel zur Theorie – doch wie verhält es sich in der Praxis? Im Kontakt mit vielen freiberuflichen Consultants stelle ich vor allem eines fest: Zum Thema gibt es viele Fragen und Missverständnisse. Höchste Zeit also, Klarheit in den „Versicherungsdschungel“ zu bringen und mit den häufigsten Irrtümern aufzuräumen.

Wer ein Ziel erreichen will, schafft das manchmal nicht ohne Hilfe von außen. Ein Prinzip, das vereinfacht auch für das Verhältnis von Consultants und ihren Kunden gilt: Der Auftraggeber erhofft sich Fördergelder für sein Projekt, der Consultant soll ihn dabei unterstützen. Doch wie das so ist mit Hoffnungen: Sie werden nicht immer erfüllt. So auch bei diesem Schadenfall aus der Praxis, der vor kurzem von meiner Firma exali bearbeitet wurde. Als sich das Blatt plötzlich in eine für den Kunden unbefriedigende Richtung wendete, trat er vom Vertrag mit seinem Consultant zurück. Und der stand nun da mit all seinen vergeblichen Aufwendungen, die er bereits in die Beratung gesteckt hatte…

Der Schadenfall zeigt, was ich in der Praxis von Consultants immer wieder feststelle: Wenn die Beratung nicht zum gewünschten Erfolg führt, stehen am Ende immer häufiger Schadenersatzforderungen und / oder ein Rücktritt vom Vertrag im Raum. Diese Woche will ich Euch deshalb erläutern, wie sich Consultants in solch einem Fall absichern können – und welche Rolle dabei die Eigenschadenversicherung in der Berufshaftpflicht spielt.