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Und plötzlich ist es soweit: Abmahnung!!! Ohne Vorwarnung flattert sie Euch ins Haus, häufig inklusive Unterlassungsklage und natürlich Geldforderung. Die gute Nachricht: Nicht jede Abmahnung hat Bestand. Unseriöse Abmahner bauen darauf, dass der Abgemahnte einfach bezahlt und nicht aufs Kleingedruckte achtet, denn das rechtliche Hintergrundwissen zur Einschätzung haben die Wenigsten. Deshalb ist genaues Hinsehen wichtig – und natürlich rechtliche Unterstützung.

Abgemahnt! Und jetzt? Erst mal prüfen und so geht`s

Wer eine Abmahnung erhält, sollte vor allem eines tun: ruhig bleiben! Welche Maßnahmen sonst noch wichtig sind, zeigt die Checkliste der Kanzlei Hoesmann.

Die Kanzlei Hoesmann aus Berlin hat eine „Checkliste Abmahnung“ erstellt, mit der jeder eine erste Vorabprüfung der Abmahnung durchführen kann – mein Fundstück der Woche.

Abmahnung kann jeden treffen

Die wenigsten Freelancer haben tiefergehendes Rechtswissen, häufig sorgt eine Abmahnung deshalb für Unsicherheit und Sorgen. Eine Hilfestellung für Abgemahnte liefert die Kanzlei von Rechtsanwalt Tim Hoesmann mit der „Checkliste Abmahnung“.

Die Liste aus Fragen und Antworten hilft bei einer ersten Einordnung der Abmahnung und dabei, die Nerven ein wenig zu beruhigen. Es geht um folgende Punkte:

  • Wie wurde die Abmahnung zugestellt?
  • Stimmt die Zustellungsanschrift?
  • Welche Frist wird in der Abmahnung gesetzt?
  • Ist die Abmahnung berechtigt, weil tatsächlich ein Verstoß vorliegt?
  • Wie soll reagiert werden, wenn die Abmahnung im Grunde berechtigt ist?
  • Abmahnung unberechtigt

Abmahnung? So wird vorgegangen

Der erste Tipp des Experten ist so naheliegend, dass er von Vielen in der Praxis wahrscheinlich vergessen wird:

„Wann haben Sie von der Abmahnung Kenntnis erhalten?“

Der Experte rät, unbedingt aufzuschreiben, an welchem Datum die Abmahnung eingegangen ist. Denn: „Fristen“ sind in Bezug auf Abmahnungen ein wichtiger Punkt. Es gibt Fristen zu reagieren, Einspruch einzulegen, Angebote anzunehmen – und all das beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem die Abmahnung eingegangen ist.

Bloß keine Panik: Pragmatismus versus Aktionismus

Und worauf kommt es noch an? „Ruhig bleiben!“, sagt der Experte. Denn wer in Panik gerät neigt zu unüberlegten Reaktionen und vorschnellem Handeln. Bei einer Abmahnung kann das richtig Geld kosten.

Seinen Hinweis finde ich deshalb sehr richtig und noch wichtiger: Niemals einfach so unterschreiben, kein Geld an den Abmahner überweisen, den Abmahner (oder auch dessen Anwalt) nicht anrufen und auch ganz wichtig, die Frist, die in der Abmahnung gesetzt wurde, nicht verstreichen lassen.

Etwas, das ich auch den über exali.de versicherten Freelancern immer wieder „predige“, denn Viele werden erst selbst aktiv, bevor sie den Schaden melden. Das kann jedoch nach hinten losgehen, wie dieser Fall eines IT-Experten verdeutlicht: Er zeigte etwas zu viel des eignen Engagements und verdoppelte damit am Ende die ursprünglichen Kosten seines Schadens.
Deshalb noch ein kleiner Hinweis zur Vermögensschadenhaftpflicht: Im Schadenfall prüft der Versicherer auf seine Kosten, ob die Ansprüche überhaupt berechtigt sind (= rechtliche Klärung) und wendet unbegründete oder zu hohe Schadenersatzforderungen ab – passiver Rechtsschutz genannt.

Konkret bedeutet das: Er übernimmt nicht nur die Kosten für die Abmahnung, sondern wenn nötig auch die Kosten für Anwälte, Sachverständige, Zeugen und Gerichte (sowie dazugehörige Reisekosten).

Fazit: Abmahnungen sind ein leidiges Thema, das leider beinahe jeden Freelancer betrifft. Denn egal ob Urheberrecht oder Wettbewerbsrecht: einen (scheinbaren) Grund zur Abmahnung gibt es oft. Sehr gut deshalb, dass Rechtsanwalt Tim Hoesmann eine Checkliste für Abmahnungen bereitstellt – die Hintergrundwissen liefert, konkrete Reaktionsmöglichkeiten aufzeigt und deutlich macht, dass Abmahnung nicht immer bedeuten muss, dass das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

» Hier geht’s zur Checkliste der Kanzlei Hoesmann

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