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Bugfoot, Spaghetti Code und Hydra

Wenn ich neben fachsimpelnden ITlern stehe, habe ich manchmal das Gefühl, auf dem falschen Planeten zu sein. Spätestens, wenn die Kollegen anfangen zu lachen, wird meine Neugier allerdings geweckt. Über einen der Gründe für die plötzliche Fröhlichkeit bin ich neulich im Netz gestoßen, denn viele Informatiker nutzen IT-Jargon, der die Probleme aus dem Arbeitsalltag auf den Punkt bringt. Auf die Gefahr hin, dass der Witz beim Erklären verloren geht, stelle ich euch heute ein paar dieser Phrasen auf meinem Blog vor…

Ein bisschen Spaß muss sein, auch in der IT…

Ein bisschen Spaß muss sein, auch in der IT…

Bringen diese „Fachbegriffe“ nur Eingeweihte zum Schmunzeln oder zucken auch die Mundwinkel meiner IT-fremden Leser?

Yoda Conditions

Von Yoda Conditions (auch Yoda Notation) sprechen ITler, wenn man bei einer bedingten Anweisung die Seiten vertauscht, ganz so wie bei der Grammatik des grünen Yedi-Meisters Yoda aus Star Wars. Für die Funktionalität der Programmierung macht das an und für sich keinen Unterschied. Wer auf der Suche nach Bugs ist oder den Code prüfen soll, wird sich beim Lesen der Anweisung allerdings schwer tun. Zum Beispiel: Diese Anweisung (if wert == 17) wird als, „Wenn der Wert gleich 17 ist…“ gelesen, umgekehrt würde (if 17 == wert) als „Wenn 17 gleich dem Wert ist…“ gelesen und ergibt grammatikalisch nur wenig Sinn. Deswegen gilt: An die richtige Reihenfolge der Anweisung halten du dich sollst, sonst Yoda Conditions du benutzt.

Bugfoot

Reinhold Messner ist dem Yeti angeblich bereits begegnet und auch einzelne Wanderer in den Appalachen oder Besucher der Rocky Mountains wollen einen Bigfoot gesehen haben. Beweise für die Sichtungen gibt es allerdings keine. Ebenso verhält es sich mit so manchem Bug. Ein User hat den Softwarefehler einmal gesehen, mit eigenen Augen. Leider hat er keinen Screenshot gemacht, dennoch schwört er Stein und Bein, dass es den Bug wirklich gibt. Ein klassischer Bugfoot. Europäische Entwickler bezeichnen solche Fehler übrigens gerne als Loch Ness Monster Bug.

Shrug Report

Wörtlich übersetzt bedeutet Shrug Report soviel wie Fehlermeldung mit Schulterzucken und gehört zum Alltag jedes IT-Supports. Üblicherweise sind das Fehlermeldungen, die den Fehler nicht wirklich beschreiben. Zum Beispiel: „Funktioniert nicht“, „bekomme Fehlermeldung„ oder „ist kaputt“.

Smug Report

Der Shrug Report ist nicht zu verwechseln mit dem Smug Report (selbstgefällige Fehlermeldung), bei der der Einreicher des Fehlers denkt, er wisse bereits, wo der Fehler liegt und wie er zu lösen sei. Tatsächlich liegen Smug Reporter mit ihren Vermutungen fast immer daneben.

Spaghetti und Baklava Code

Gerüchte, dass die nächsten Wortschöpfungen kurz vor der Mittagspause geschaffen wurden, ließen sich nicht bestätigen, dennoch lässt sich die Nähe zur Kulinarik nicht leugnen. Ebenso verworren wie ein Teller Pasta ist der sogenannte Spaghetti Code. Meist entsteht solcher Code allerdings nicht durch unsauberes Coden, sondern vielmehr durch zahlreiche Nachbesserungen und Zusätze, die schnell und schlampig („Hauptsache es funktioniert“) am Code gemacht wurden. Bei Baklava Code (manchmal auch Lasagne Code) ist das ganz ähnlich. Der Namensgeber ist ein ziemlich süßes orientalisches Gebäck mit zahlreichen knusprigen Schichten, die von Zuckersirup durchtränkt sind. Auch der entsprechende Code besteht aus zahlreichen Schichten, manchmal sogar aus verschiedenen Architekturelementen. Das sorgt für unübersichtlichen Code, der fehleranfällig ist und durch die schlechte Struktur oft, wie der Zuckersirup, in Schichten ausläuft, in denen er nichts zu suchen hat.

Hydra Code

Eine echte Herkulesaufgabe ist Bugfixing bei sogenanntem Hydra Code. Das besondere an der Hydra, einer Wasserschlange aus der griechischen Mythologie, ist, dass für jeden abgeschlagenen Kopf der Bestie zwei neue nachwachsen. Übersetzt in den IT-Alltag: Der Fehler im Code lässt sich nicht beseitigen ohne neue Fehler zu erschaffen. Damit ist der Code quasi nicht reparierbar. Falls es dich tröstet: Selbst Herkules konnte die Hydra nicht ohne göttliche Hilfe besiegen.

Wenn du selbst ITler bist, kennst du diese Insider wahrscheinlich alle. Wenn nicht, gibt es vielleicht in deiner Branche auch Bezeichnungen oder Insiderjokes, die den Alltag versüßen? Wenn ja, schreib sie doch in die Kommentare…

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Eine Antwort auf “Von Bugfoot bis Yoda Conditions: Programmier-Insider zum Schmunzeln”

  1. jens borchert sagt:

    bei „(if wert == 17)“ besteht die gefahr, daß daraus
    (if wert = 17) wird, also eine Zuweiund die immer „true“, also wahr ist.
    mit
    (if 17 == wert) ist die Fehlerquelle ausgeschlosen.

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