Über Ralph Günther

Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

Zum Versicherungsportal

exali.de - Mein Business bestens versichert

RSS

RSS

Networking

Follow exali on Twitter  

Meta

Diese Seite wird überprüft von der Initiative-S
Analoges Hacking

Dass ich hier auf meinem Blog einmal über einen Raubüberfall mit Schusswaffengebrauch berichten werde, hätte ich nicht gedacht. Das fällt normalerweise ja nicht gerade unter die Rubrik „Chancen und Risiken im Business“. Dass ich es heute doch tue, liegt an der Beute, die der Angreifer mit vorgehaltener Pistole gerne gemacht hätte: nämlich eine Domain! Was es mit dem kuriosen Fall auf sich hat…

Domain-Diebstahl: Raubüberfall mal anders

Domain-Diebstahl: Raubüberfall mal anders

… und wie er letztendlich ausging, erfahrt ihr heute in einem nicht ganz gewöhnlichen Blogartikel 😉

„Domain Hijacking“ mal anders

Wie das Opfer des Überfalls beschrieb, brach der Täter mit Strumpfmaske, Sonnenbrille und Mütze getarnt in dessen Wohnung ein und bedrohte ihn mit einer Schusswaffe. Zu seinem Erstaunen wollte der Täter nicht etwa Bargeld oder Schmuck, nein, er zwang das Opfer dazu, seinen Computer anzuschalten und ihm die Domain „doitforstate.com“ zu übertragen. Das Opfer ist ein 26 Jahre alter ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens, das die Domain registriert hatte. Vermutlich glaubte der Angreifer, dass sein Opfer noch Zugang zur Datenbank des Domainregistrars hatte und wollte so die Übertragung auf seinen eigenen Namen erzwingen.

Als das Opfer sich weigerte, benutzte er einen Taser und schlug schließlich mit der Waffe auf ihn ein. Der 26-jährige setze sich schließlich zur Wehr und versuchte, dem Täter die Waffe zu entreißen. Bei dem Handgemenge löste sich ein Schuss und traf das Opfer ins Bein, anschließend konnte er die Waffe aber tatsächlich an sich nehmen und schoss dem Täter mehrfach in die Brust. Der Täter überlebte schwer verletzt. Nun wurde er für diesen Angriff und aufgrund von früheren Straftaten zu einer Gefängnisstrafe von 20 Jahren verurteilt. Was für eine paradoxe Story! Wie würdet ihr sowas nennen? Analoges Cyber-Hacking? 😉

#doitforstate

Doch was hat es mit der heiß begehrten Domain auf sich, die jemanden zu einer solchen Gewalttat veranlasst? doitforstate.com ist mit einem bekannten Meme auf Twitter assoziiert. Das Meme verbreitete sich an der Iowa State University vor allem unter den Burschenschaften und dann auf Twitter. Das zugehörige Hashtag zeigt leicht bekleidete Frauen und feucht-fröhliche Partys – alles ziemlich sinnfrei. Mein persönlicher Favorit ist ein Twitter-Video, in dem ein Junge Anfang 20 ein Loch in eine Bierdose sticht, daraus trinkt und dann mit einem lauten Schrei in einen See springt…

Angesichts solcher „Highlights“ ist  nicht ganz klar, wieso der Täter gerade diese Domain so dringend haben wollte. Ausgehend von seinem Alter (der Täter ist 43) hat er wahrscheinlich keine Beziehung zu der Universität. Ich nehme an, es ging aufgrund der Popularität des Memes irgendwie um Geld, doch die Aussage des Täters, er wollte die Domain „zurück transferieren“ wirft einige Fragen auf. Hält er sich womöglich für den rechtmäßigen Besitzer der Domain?

Domains sind mehr als Online-Adressen

Im Zeitalter von Social Media Influencern, Online-Promis und Bloggern sind Domainnamen und Co.  tatsächlich mehr als bloße Namen und können richtig viel Geld bringen. Was der Täter genau erreichen wollte, werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht ist eine Lehre, die wir aus all dem hier ziehen können, dass gut gewählte Domainnamen lukrativ sein können, aber auch ungeahnte Risiken bergen 😉

 

Weitere interessante Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Wenn Sie einen Kommentar abgeben, speichern wir zu den eingegebenen Daten Ihre IP-Adresse. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklaerung.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.