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Ein paar Klicks, ein paar Euro Registrierkosten – und schon ist die Domain für die eigene Webpage im Internet reserviert. Klingt kinderleicht, ist es allerdings nicht. Denn die Tücke liegt im Detail – vor allem, wenn es um die internationale Registrierung von Domain-Namen geht. Eine Erfahrung, die auch ein IT-Freiberufler machen musste. Für ein großes Industrieunternehmen sollte er eine ausländische Domain sichern. Und ehe er sich versah, entwickelte sich die scheinbar einfach zu erledigende Domainreservierung innerhalb weniger Tage zu einem ausgewachsenen Schaden in Höhe von knapp 5.000 Euro.

Für einen wichtigen Kunden sollte ein IT-Freiberufler eine südamerikanische Domain reservieren. Ein Auftrag, der sich innerhalb weniger Tage zu einem Schaden von rund 5.000 Euro entwickelte.

Für einen wichtigen Kunden sollte ein IT-Freiberufler eine Domain reservieren. Ein Auftrag, der sich innerhalb weniger Tage zu einem Schaden von rund 5.000 Euro entwickelte…

Ein brandaktueller und sehr klassischer Schadenfall, wie er erst vor kurzem auf meinem Tisch gelandet ist – und den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Denn er zeigt, wie schnell ein kleiner Fehler in der Praxis teure Kosten (und einen wenig begeisterten Kunden) zur Folge haben kann.

Messe steht vor der Tür: Kunde produziert Plakate, Flyer, Broschuren, etc.

Der Fall von vorne: Ein großes deutsches Stahl- und Technologieunternehmen wollte sich mit einer Webseite auch im südamerikanischen Ausland positionieren. Deshalb beauftragte es einen externen IT-Freiberufler damit, eine entsprechende Domain zu reservieren und die Webseite zu erstellen.

Beauftragt, getan: Auf einem Checkportal überprüfte der IT-Experte, ob die entsprechende Domain noch frei (= kaufbar / reservierbar) sei – und gab seinem Kunden „grünes Licht“.

Nun muss man wissen: Das Industrieunternehmen stand in der ganzen Sache etwas unter Zeitdruck. Eine wichtige Messe stand vor der Tür, auf der sich der deutsche Konzern mit Werbematerial präsentieren wollte.

Unmittelbar nach der Info des IT-Freiberuflers, ließ das Unternehmen deshalb Werbemittel produzieren, gestaltet von einer Grafikerin. Unter anderem allein 5.000 Prospekte, zahlreiche Plakate, Flyer, und, und, und. Natürlich allesamt versehen mit der Internetadresse der südamerikanischen Domain… Kostenpunkt: Rund 5.000 Euro.

Vergabestelle macht Domainregistrierung Strich durch die Rechnung

Wenige Tage später dann die böse Überraschung: Die südamerikanische Vergabestelle machte den ambitionierten Plänen einen Strich durch die Rechnung – und teilte mit, dass die entsprechende Domain zwar frei sei, aufgrund von Ähnlichkeiten zu anderen Domains jedoch nicht reserviert werden könne.

Besonders ärgerlich: Nun hatte der Technologiekonzern nicht nur umsonst Werbematerial im Wert von 5.000 Euro produzieren lassen. Nein, auch die Messe war in der Zwischenzeit bereits gelaufen. Und damit waren natürlich auch Broschüren mit einer Domainadresse unters Volk gebracht, die nun ins Leere führte…

Wer meinen Blog schon öfter gelesen hat, weiß was jetzt kommt. Genau: Der Kunde forderte Schadenersatz von dem IT-Freiberufler und damit seine vergeblichen Aufwendungen von rund 5.000 Euro zurück.

Haftungsrisiko Vermögensschaden: IT-Versicherung zahlt Kosten

Der Fall zeigt, wie schnell aus einer kleinen Dienstleistung ein Schaden in Höhe mehrerer tausend Euro werden kann. Gerade bei der Registrierung und dem Kauf sowie dem Handel mit ausländischen Domains liegt die Tücke im Detail – denn wie sagt man so schön: Andere Länder, andere Vergaberichtlinien. 🙂

Und noch etwas zeigt der Schadenfall sehr gut: Wie wichtig eine zeitgemäße IT-Versicherung ist, die im Schadenfall einspringt. Denn sie schützt den Freiberufler, wenn Fehler in der Praxis passieren – auch im Fall grober Fahrlässigkeit.

Vor allem die Absicherung finanzieller Nachteile der Kunden – Versicherungschinesisch „echter“ Vermögensschäden – ist in der IT-Versicherung dabei elementar. Diese passieren im IT-Bereich sehr häufig. Vermögensschäden sind z.B. die Folge von

  • Rechtsverletzungen,
  • Programmierfehlern
  • Datenverlust (Kundendaten)
  • der Weitergabe virenbehafteter Dateien,
  • fehlerhafter IT-Beratung,
  • der Überschreitung von Deadlines,
  • Ausfällen im Webshop eines Kunden,
  • oder wie im beschrieben Fall, Kosten durch ein Fail bei der Domainregistrierung.
Tipp: IT-Freiberufler sollten darauf achten, dass ihre IT-Versicherung insbesondere „echte“ Vermögensschäden abdeckt. Doch Vorsicht: Gerade hier gibt es bei einigen Anbietern deutliche Einschränkungen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, dem empfiehlt sich deshalb der genaue Blick in die Versicherungsbedingungen der IT-Versicherer.

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