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Ein kleines IT-Unternehmen plant den Webauftritt eines Rechtsanwalts. Doch dann passiert ein Fail: Die registrierte Domain mit Umlauten funktioniert nicht – und sämtliches Werbematerial mit dem Verweis auf die falsche Internetadresse muss neu gestaltet werden… EDV-Beratungsfehler können sich im Berufsalltag von IT-Dienstleistern immer wieder einschleichen. Dabei handelt es sich um einen typischen Schaden, wie er mir in meiner Praxis als Versicherungsmakler auch schon begegnet ist.

Beratungsfehler können in der IT-Praxis zu teuren Schäden führen – und zeigen, warum die IT-Betriebshaftpflicht Vermögens- und Folgeschäden absichern sollte.

Beratungsfehler können in der IT-Praxis zu teuren Schäden führen – und zeigen, warum die IT-Betriebshaftpflicht Vermögens- und Folgeschäden absichern sollte.

„Aus der Praxis inspiriert“: Unter diesem Motto stelle ich in den nächsten Wochen Fails aus der IT-Praxis vor, die wirklich passiert sind. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Kriterien eine IT-Betriebshaftpflicht in jedem Fall erfüllen muss, um solche Schäden umfassend abzudecken. Im zweiten Teil dieser Serie geht es um die Versicherung von Folgeschäden.

Domain muss gewechselt werden: Sämtliches Werbematerial ist unbrauchbar

Und so kam es zu dem Schaden durch fehlerhaftes IT-Consulting: Das kleine IT-Unternehmen richtete für einen Rechtsanwalt die komplette EDV für dessen Niederlassung ein. Dazu gehörte auch, den Web-Auftritt der Ein-Mann-Kanzlei zu koordinieren. Dabei passierte allerdings ein folgenschwerer Fehler:

Das IT-Unternehmen hatte für den Rechtsanwalt eine Domain mit Umlauten registriert. Wie sich später herausstellte, konnten einige Server diese Internetadresse nicht verarbeiten – und kein Versuch der Spezialisten änderte etwas daran. Am Ende blieb den Verantwortlichen deshalb nichts anderes übrig, als eine neue Internetadresse zu beantragen.

Das Problem: In Vertrauen auf die Beratung des IT-Unternehmens hatte der Rechtsanwalt bereits Werbematerial designen und drucken lassen, das auf die nicht-funktionierende Domain verwies.

Mit dem (gezwungenen) Wechsel auf eine neue Domain, waren alle Visitenkarten, das Briefpapier, Plakate und Broschüren unbrauchbar geworden. Kostenpunkt: 3.500 Euro. Eine Schadenssumme, für die der Rechtsanwalt das kleine IT-Unternehmen in Anspruch nahm.

“Normale” Betriebshaftpflicht deckt Schäden nicht ab

Der Fall des IT-Unternehmens zeigt, dass es im IT-Berufsalltag nicht nur zu teuren Schäden durch Fails bei Wartungsarbeiten (Stichwort Software-Updates und IT-Security) kommen kann, sondern auch durch EDV-Beratungsfehler.

Versicherungstechnisch handelt es sich dabei um einen sogenannte echten /reinen Vermögensschaden. Diese Schadenart sollte in der IT-Betriebshaftpflicht unbedingt versichert sein – ansonsten bleibt das IT-Unternehmen auf seinen Kosten sitzen.

Das Problem: In der „ normalen“, klassischen Betriebshaftpflicht sind meist nur Personen- und Sachschäden sowie Folgeschäden aus einem Personen- oder Sachschaden (sogenannte „unechte“ Vermögensschäden) versichert. Im Klartext bedeutet das: Beratungsfehler sind nicht abgedeckt.

IT-Betriebshaftpflicht muss Folgeschäden abdecken

Neben der Absicherung von echten Vermögensschäden muss eine bedarfsgerechte IT-Betriebshaftpflicht zudem unbedingt die Kosten für Folgeschäden übernehmen.

Zur Erklärung: Das IT-Unternehmen ist mit seinem Fehler vergleichsweise glimpflich davongekommen. Der einzelne Rechtanwalt hatte sich gerade erst niedergelassen und noch keinen laufenden Betrieb. Hätte die falsche Domain bei einer großen Kanzlei dazu geführt, dass Mails nicht ankommen, Fristen versäumt werden, die Kanzlei dadurch einen Imageschaden erleidet und womöglich Mandaten verliert – der Schaden wäre wohl um einiges teurer ausgefallen.

Dadurch lässt sich einfach zeigen: Folgeschäden können den ursprünglichen Schaden im Ernstfall deutlich übersteigen – und sollten in den Versicherungsbedingungen der IT-Betriebshaftpflicht in jedem Fall abgesichert sein.

Fazit: Wenn es zu Schadenersatzforderungen aufgrund von Beratungsfehlern im IT-Bereich kommt, bietet nur eine IT-Betriebshaftpflicht umfassenden Schutz, die echte / reiner Vermögensschäden und Folgeschäden absichert. Eine bedarfsgerechte IT-Betriebshaftpflicht sollte zudem auch Folgeschäden absichern, die aus der Nichterfüllung oder Schlechterfüllung einer vertraglichen oder gesetzlichen Leistungspflicht resultieren.

Zur Erklärung: Mehr als die Hälfte aller Schäden im IT-Bereich geht auf die Verletzung von vertraglichen Pflichten oder Nebenpflichten zurück. Um als IT-Spezialist umfassend versichert zu sein, muss die „vertragliche Haftung“ inklusive Folgeschäden in den Versicherungsbedingungen abgedeckt sein.

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