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Nackte Haut zieht immer Blicke auf sich, ganz besonders, wenn es sich dabei um junge Frauen mit…..hübschen Gesichtern handelt. Deshalb werden leicht bekleidete Models generell gerne für Werbung benutzt, an und für sich spricht da nichts dagegen, außer der Werbende ist ein Rechtsanwalt. Da sind die Grenzen der zulässigen Werbung eng gesteckt und nackige Frauen liegen nach Meinung der Richter des Anwaltsgerichts Köln definitiv außerhalb dieser Grenzen.

Anwaltswerbung darf nicht auf einem sexy Kalender sein

Erotikkalender als Werbegeschenk einer Anwaltskanzlei? Nicht erlaubt! Die Geschichte des Anwalts und das Urteil des Anwaltsgerichts Köln.

Die Geschichte des Anwalts, seiner schlüpfrigen Werbung und dem dazugehörigen Urteil stehen heute auf meinem Blog im Mittelpunkt.

Wenn Werbung die Gemüter erhitzt

Ein Kölner Anwalt wollte einigen seiner (vermutlich hauptsächlich männlichen) Klienten einen guten Start ins Jahr 2014 wünschen und dabei auch gleich die eigene Kanzlei ins Gedächtnis rufen.

Ein Kalender mit Name und Anschrift der Kanzlei auf dem Deckblatt schien dafür das perfekte Mittel. Bei der Motivauswahl war der Anwalt sehr kreativ – immerhin verschenkt man bekanntlich gerne Dinge, die einem selbst gefallen 😉 So zeigte der ausgesuchte Kalender „Dream Girls 2014“ insgesamt 12 sehr leicht bekleidete Damen in neckischen Posen. Auf dem Titel fanden sich dann die Daten des Juristen.

Zu viel Nacktheit! Rügte die Rechtsanwaltskammer den Anwalt und sah in dem erotischen Werbegeschenk eine Pflichtverletzung nach § 43b Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), dieser Paragraph besagt:

„Werbung ist dem Rechtsanwalt nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist.“

Der Anwalt sah in seinem Werbegeschenk jedoch keinen Verstoß gegen diesen Paragraphen und so musste letztlich das Kölner Anwaltsgericht über die Werbung per Nackedei-Kalender entscheiden.

Anwaltliche Werbefreiheit eingeschränkt

Für die Richter war die Sache aber klar, wie Legal Tribune online schreibt. Ein Anwalt dürfe laut Gesetz nur sachlich unterrichten, bei einem Kalender voller nackter Frauen fehle eben jene Sachlichkeit. Zudem, so die Richter, sei das Werbemittel „plakativ reklamehaft und auf eine Effekthascherei ausgerichtet“.

Im Folgenden Jahr werden die Mandanten wohl keinen Erotikkalender mehr bekommen, vielleicht gibt`s ja dann einen Blumenkalender, der wäre wohl sachlich genug.

Weiterführende Informationen:

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