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Noch nicht mal in Kraft, schlägt sie schon jetzt hohe Wellen der Empörung: Die neue EU-Datenschutzverordnung. Droht den EU-Mitgliedsstaaten neben der Wirtschafts- nun auch eine „Datenschutz-Krise“? Grundsätzlich ist es ja positiv zu bewerten, wenn in Sachen Datenschutz EU-weit endlich etwas getan wird. Der eigentliche Gedanke dahinter ist lobenswert: Mit dem EU-Regelwerk sollen internationale Standards gesetzt werden und so einseitige Wettbewerbsvorteile bald passé sein. Das kann aber schnell nach hinten losgehen und auch für deutsche Unternehmungen ein Nachspiel haben – Rechtsunsicherheit sowie -risiko inklusive.

Neue EU-Datenschutz-Verordnung hat’s in sich: Risiken und Rechtsunsicherheit bei Startups

Die geplante EU-Datenschutz-Verordnung hat’s in sich: Risiken und Rechtsunsicherheit bei Startups vorprogrammiert.

Gerade Startups, die auf die Vorzüge von Online-Marketing setzen, haben schlechte Karten, wenn das geplante EU-Gesetz in Kraft tritt. Wieso, weshalb, warum, zeigt Rechtsanwältin Simone Rosenthal auf gruenderszene.de. Mein Fundstück der Woche.

Risiken und Nebenwirkungen im Umgang mit „personenbezogenen Daten“

Grundsätzlich gilt: Datenschutz-Richtlinien beziehen sich immer nur auf personenbezogenen Daten. Die Krux an der Sache ist, dass die EU-Kommission hier leider eine sehr weite Definition gewählt hat, die über unser jetziges Datenschutz-Verständnis hinaus geht.

So weist Rechtsanwältin Simone Rosenthal im Beitrag „Datenschutzverordnungen: Was ändert sich?“ auf gruenderszene.de explizit darauf hin, dass nicht nur persönliche Daten wie Name und Anschrift, sondern „auch alle Daten, die erst unter Zuhilfenahme anderer Daten oder technischer Hilfsmittel Rückschlüsse auf die Person zulassen“ in die geplante Datenschutzverordnung mit reinfallen.

Das Nutzen von (für das Online-Marketing unverzichtbaren) Tracking Cookies werde so erheblich erschwert, warnt die Rechtsexpertin. Genauer: Es wird nur noch dann möglich sein, wenn der User seine explizite Einwilligung dazu gibt. Und was das heißt…

Reichweiten-Schwund ist vorprogrammiert

Gerade Startups aus dem E-Business-Bereich können hier in nächster Zukunft also ein dickes Problem bekommen. Rechtsexpertin Rosenthal zeigt auf, das Online-Marketing in seiner heutigen Form und darauf basierende Geschäftsideen gefährdet sind. Targeting und Retargeting, als Zielgruppenanalysetools, können z.B. nicht mehr wie gehabt zum Einsatz kommen.

Klar ist: Sobald ein User explizit nach seinem Einverständnis befragt wird, schellen bei vielen die Alarmglocken und dann wird der Haken zum „Ok“ eben nicht gesetzt. Dies hat dann wiederum zur Folge, dass die Skalierung von Werbung nicht mehr möglich sein wird und somit die Reichweite deutlich schwinden kann.

Viele Startups setzen aber gerade auf den viralen Erfolg von Online-Marketing-Kampagnen – sie könnten die geplanten Regelungen schwer treffen. Denn nicht zuletzt wäre eine weitere Konsequenz, wie die Expertin anführt, dass Investoren weniger Interesse daran haben, Geschäftsmodelle von Startups zu unterstützen, die auf Online-Marketing-Strategien basieren…

Schwere Zeiten, die da auf die Zunft der Gründer zukommen…

Fazit: Grundsätzlich ist eine EU-weite Vereinheitlichung des Datenschutzes kein schlechter Ansatz – im Gegenteil. Jedoch hapert es hier noch deutlich an der Umsetzung. Verkehrte Welt: Die unendliche Einwilligungsabfrage zur Datenverarbeitung wird dazu führen, dass mehr Daten als jetzt abgefragt werden: Ist das nun wirklich Sinn und Zweck?
Es ist Vorsicht geboten, denn: Rechtsunsicherheit schützt vor Sanktionen nicht. Und das Bußgeld kann bis zu 2% des Umsatzes betragen.
RA Rosenthal zeigt mit ihrem Artikel anschaulich die Risiken und Stolpersteine, welche die neue EU-Datenschutzverordnung für Startups mit sich bringt. Das macht den Beitrag zur absoluten Pflichtlektüre (nicht nur) für Startups, die Online-Marketing für sich nutzen wollen.

» Gewappnet für die neue EU-Datenschutzverordnung, dank RA Simone Rosenthal

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