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In 10 Tagen ist die Fußball-EM leider schon vorbei und so mancher mag schon traurig auf seinem heimischen Sofa sitzen, voller Angst vor einer langen, zähen Fußball-Sommer-Pause. Doch kein Grund Trübsal zu blasen, denn hier gibt’s nochmal brandheiße News, die jeden eingefleischten Fußballfan interessieren dürften: Ein Unbekannter hat tatsächlich unerlaubt im Namen des FC Bayern München einen Online-Shop eröffnet und dort Fanartikel vertrieben. Und die Moral von der Geschicht? Klaut fremde Kennzeichen nicht!

Nicht nur auf dem Rasen geht’s rund!

Nicht nur auf dem Rasen geht’s rund!

Heute wird es auf meinem Blog sportlich: Denn ich habe mir für euch einen Fall angeschaut, der mal wieder mehr als deutlich aufzeigt, wie wichtig die Einhaltung gewerblicher Schutzrechte ist.

Erfolg auf ganzer Linie – nicht nur in der Bundesliga

Auch wenn ich mich selbst eher für Motorräder als für Fußball begeistern kann, ist der diesjährige Erfolg des FC Bayern München an mir natürlich nicht spurlos vorbeigegangen. Während Ex-Trainer Guardiola und seine Truppe stolz die Meisterschale und den DFB-Pokal ihr eigen nennen dürfen, war auch in der Rechtsabteilung des FC Bayern ordentlich was los.

Der Verein kann nun doch noch ein, wenn auch kleines, Triple feiern. Olé, olé, olé: Der Domainstreit ist gewonnen!

Der vermeintliche Fanshop

Was soll’s denn sein: Das Trikot mit der Nummer 10? Der neuste Schal mit dem FCB-Logo oder die rot-weiße Bettwäsche? Im Online-Shop gibt’s alles, was das Fan-Herz begehrt. Blöd nur, wenn die Artikel vom vermeintlichen „offiziellen Online-Store“ gar nicht vom Lieblingsverein selbst vertrieben werden.

Genau das ist dem FC Bayern nun passiert. Die Betreiber der Webseite www.thebayernmunichsoccershop.com gaben sich ganz selbstverständlich als offizieller Fanshop des Fußball-Riesen aus. Wer dahinter steckt? Mr. Unbekannt, der bei den Informationen zu seiner Person im Impressum der Kreativität freien Lauf ließ. Denn angeblich kommt er aus „Fulemuhuayuan, South Australia“ in den USA. Besonders dreist: Diesen Ort gibt es überhaupt nicht!

Ein Eingriff in die gewerblichen Schutzrechte

Das ist doch eine Markenrechtsverletzung vom feinsten? Richtig! Schließlich sind Logo, Corporate Design & Co. des eigenen Unternehmens in der Regel geschützte Zeichen und dürfen demnach nicht auf fremden Internetseiten verwendet werden, sofern die Lizenzen und Rechte nicht erteilt wurden.

Deshalb stellte der bayrische Bundesligist Anfang 2016 Antrag auf Übertragung der Domain, und zwar auf Grundlage der UDRP (Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy), ein spezielles Schlichtungsverfahren zur Lösung von Domain-Streitigkeiten. Und wie nicht anders zu erwarten, reißt auch hier die Glückssträhne des FCB nicht ab: Der Antrag hatte Erfolg, die unzulässige Domain muss dem Fußballverein übertragen werden.

Domainjäger adé!

Nicht nur auf dem Spielfeld, auch bei Domainstreits hat der Deutsche Meister genug Erfahrung und Übung gesammelt und unzulässigen Domainregistrierungen den Kampf angesagt. Von fcbayern.com bis zu bayernmunich.xyz: Keine Chance für Nachmacher – diese Domänen wurden ebenso dem Rekordmeister zugesprochen. Kein Wunder, dass die Rechtsabteilung des Vereins ständig auf der Hut ist und den Domainjägern so ein nur kurzes Vergnügen bereitet. Mr. Unbekannt, für den das Ganze durchaus ein sehr kostspieliges Nachspiel haben kann, hat sich also eindeutig mit den Falschen angelegt.

Fürs eigene Business können Selbständige aus der Geschichte auch eine wichtige Lehre ziehen. Ist die Domain bekannten Marken zu ähnlich, ist sie ganz schnell weg und eine Abmahnung droht! Wir hatten vor einiger Zeit einen Fall, bei dem einer unserer Versicherten mit seiner Domain Rechte des amerikanischen Konzerns Apple verletzte. Zwar hat der Versicherer die entstandenen Kosten des Rechtsstreits übernommen, die Domain war aber trotzdem weg.

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