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Auch bei den Ordnungshütern hat nicht immer alles seine Ordnung. Zumindest, was den Schriftzug auf den Einsatzwagen in der Hauptstadt angeht: Wegen einer peinlichen Panne in puncto Beklebung fuhr in Berlin nicht mehr die Polizei, sondern die POLZEI durch die Straßen, wie sich am Montag herausstellte. Quasi ganz nach dem Motto: Verschollenes „i“ zur Fahndung ausgeschrieben…

Einsatzwagen der Polizei, ordnungsgemäß beschriftet – was in Berlin allerdings nicht ganz funktionierte: In der Hauptstadt rollte wegen einer peinlichen „i“-Panne die POLZEI durch die Straßen, wie am Montag bekannt wurde.

Einsatzwagen der Polizei, ordnungsgemäß beschriftet – was in Berlin allerdings nicht ganz funktionierte: In der Hauptstadt rollte wegen einer peinlichen „i“-Panne die POLZEI durch die Straßen.

Der Polizeiwagen-Fail rief diese Woche nicht nur die Spötter auf den Plan, sondern hat mich zum Weiterdenken angeregt. Er ist ein geradezu typisches Schadenbeispiel nach dem Motto: „Fehler gibt es – die gibt es gar nicht!“.

Einsatzwagen mit fehlerhafter Vorlage beklebt

Da hatte sich die Polizei in Berlin zu früh gefreut über die Aufrüstung ihres Fuhrparks: 26 neue Einsatzwagen waren gekauft worden – natürlich alle ordnungsgemäß mit der weißen Polizei-Aufschrift an der Seite.

Tatsächlich ordnungsgemäß?! Nein, denn ein fieser Rechtschreibfehler (oder besser gesagt: akuter „i“-Mangel“) sorgte dafür, dass die Ordnungshüter als POLZEI durch die Straßen Berlins rollten. Und das wohl für einige Zeit, weil der Fehler nicht gleich bemerkt wurde.

Und wie sagt man so schön: Wer den Schaden hat… Genau! „Warum klappt in der Hauptstadt eigentlich gar nichts?“ spottete Bild.de am Montag – und formulierte das geflügelte „Arm, aber sexy“ in seinem Titel kurzerhand zu einem „Arm, aber doof“ um…

1.000 Euro pro Wagen-Aufschrift

Spott hin oder her: Abgesehen dafür, dass die Staatsgewalt wohl wenig drüber begeistert ist, als Lachnummer herhalten zu müssen, hat solch ein Vorfall natürlich auch finanzielle Folgen.

Rund 1.000 Euro kostet es nämlich, ein Einsatzfahrzeug zu bekleben. Bei 26 falsch beschrifteten Mannschaftswagen – von denen man zunächst ausging – wäre das eine saftiger Schaden von 26.000 Euro gewesen. Nachmittags dann allerdings die Entwarnung: Als ein Polizeisprecher aus der Hauptstadt die peinliche Panne bestätigte, betonte er, dass es sich um einen Einzelfall handele.

Trotzdem: Auch wenn der tatsächliche Schaden letztendlich „nur“ bei rund 1.000 Euro liegt – an der Stelle desjenigen, der sich für die fehlerhafte Vorlage verantwortlich zeichnet, möchte wohl niemand stehen. Und dass es sich dabei um eine Agentur bzw. einen freiberuflichen Grafiker handelt, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Denn natürlich bekleben die Ordnungshüter ihre Einsatzwagen nicht selbst (was für eine Vorstellung!), sondern bekommen sie fertig vom Hersteller bzw. Dienstleister geliefert.

Grafiker & Agenturen: Haftungsrisiken auf dem Schirm

Damit eignet sich das verschollene „i“ der Polizei nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch als gutes Beispiel dafür, wie schnell sich in der Praxis Fehler einschleichen können. Damit reiht sich dieser Fall gut in meine bereits beschriebenen Fälle von Rechtschreibfehlern und auf dem Kopf stehenden Logos ein (siehe weiterführende Infos).

Wer sich als Dienstleister vor derartigen beruflichen Versehen (die natürlich immer nur den Anderen passieren!) schützen möchte, benötigt dafür eine spezielle Vermögensschadenhaftpflicht, die im Medienbereich auch gerne als Media-Haftpflicht bezeichnet wird. Denn die Kosten für eine neue Beklebung, den Nachdruck von Broschüren oder Flyern, zählen bei der Berufshaftpflicht als Vermögensschaden.

Ein Vermögensschaden, wie auch im Fall der Exekutive, die inzwischen– wie es heißt – die Fahndung nach dem verschollenen „i“ erfolgreich abgeschlossen hat und wieder als Polizei durch die Straßen der Hauptstadt tourt.

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