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Haftungsrisiken aus Projektverträgen, Teil 6

Vermögensschäden und vertragliche Haftung , Vertragsstrafen in Projektverträgen, die Tücken anglo-amerikanischer Klauseln und die Zusammenarbeit mit ausländischen Auftraggebern, schließlich Eigenschäden durch außerordentliche Kündigung:

Checkliste für Abschluss einer VermögensschadenhaftpflichtversicherungIn insgesamt fünf Blog-Beiträgen habe ich das Thema „Haftungsrisiken aus Projektverträgen und deren Versicherbarkeit“ aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Die Ergebnisse aus allen fünf Teilen sind in die folgende Checkliste eingeflossen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, spiegelt jedoch meine Erfahrungen wieder, die ich über viele Jahre durch meine Spezialisierung auf Vermögensschadenhaftpflicht-
versicherungen für Freiberufler und im Projektgeschäft sammeln konnte.

Checkliste: Was bei Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung bzw. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zu beachten ist:

  • Die Berufshaftpflichtversicherung sollte unbedingt Versicherungsschutz für reine Vermögensschäden bieten.
  • Die Versicherungssumme (auch Deckungssumme genannt) des Vertrags sollte für reine Vermögensschäden mindestens 250.000 Euro pro Schadenfall betragen (im IT Bereich mindestens 500.000,00 Euro).
  • Die Versicherungsbedingungen der Vermögensschadenhaftpflicht sollten dem „All-Risik-Prinzip“ folgen und alle typischen Haftungsrisiken von Freiberuflern und Selbstständigen decken. Dabei werden die versicherten Risiken und Gefahren in den Versicherungsbedingungen nicht abschließend aufgelistet. Versichert ist demnach alles, was nicht explizit ausgeschlossen wurde.
  • Die Definition der versicherten Tätigkeiten und Dienstleistungen sollte offen gehalten sein. Bei der Beschreibung als „offenen Deckung“ in den Versicherungsbedingungen oder in der Police sind alle Tätigkeiten z.B. eines IT-Experten, eines Grafikers oder eines Unternehmensberaters durch Vermeidung einer abschließenden Aufzählung versichert.
  • Rechtsverletzungen Dritter wie Urheberrechtsverletzungen, Lizenz-, Marken-, Namens-, Persönlichkeits-, Wettbewerbs- und Datenschutzrechtsverletzungen müssen eingeschlossen sein. Der Versicherungsschutz sollte auch dann gelten, wenn der Versicherte grob fahrlässig handelt.
  • Wichtig z.B. für IT-Experten:  Die Versicherungsbedingungen dürfen keine „Rückzugsmöglichkeiten“ wie die so genannte Experimentier- und Erprobungsklausel oder die „Stand der Technik“-Klausel enthalten, damit der Versicherer die Leistung nicht aufgrund unzureichender bzw. nicht angemessener (Programm)Tests verweigern kann.
  • Der Versicherungsschutz sollte neben der gesetzlichen Haftung auch bestimmte Ansprüche im Bereich der vertraglichen Haftung übernehmen wie z.B. Schadenersatz aufgrund der Nichterfüllung oder Schlechterfüllung einer vertraglichen Leistungspflicht.
  • Ein Schadenersatz durch Überschreitung von Deadlines und sonstige Leistungsverzögerungen sollte in jedem Fall mitversichert sein.
  • Der räumliche Geltungsbereich der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sollte mindestens für Europa und die Schweiz gelten. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt sollte der Versicherer auch einen weltweiten Versicherungsschutz anbieten.
  • Der Versicherer sollte je nach Geschäftsmodell und Branche des Versicherungsnehmers auch Eigenschädenversichern, wie z.B.
    • Rücktritt des Auftraggebers vom Projekt auf Werkvertragsbasis,
    • Druckkosten bei Druckaufträgen im eigenen Namen für Dritte,
    • bestimmte typische Vertragsstrafen in AGB oder Projektverträgen.

Alle Teile der Serie „Haftungsrisiken aus Projektverträgen“

2 Antworten auf “Haftungsrisiken aus Projektverträgen, Teil 6: Checkliste”

  1. Hallo Herr Günther,

    und exali deckt die Checkliste ab?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Christian Treber

  2. Hallo Herr Treber,

    vielen Dank für die Frage. Ja, wir können die Risiken abdecken. Gern können Sie sich auch bei Fragen telefonisch bei uns melden: +49 (0)821-80 99 46-0.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralph Günther

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