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Die eigene Idee in die Tat umsetzen, sich mit Kreativität von der Masse abheben & mehr dafür bekommen, als nur Ruhm und Ehre – eine tolle Sache. Karsten Lohmeyer und Stephan Goldmann haben genau das getan und sind mit ihrem Konzept für Kreative ziemlich erfolgreich: Ihr 2012 gegründetes Webmagazin „Lousy Pennies“ läuft inzwischen richtig gut. Gemeinsam mit zahlreichen Autoren machen sie sich „Gedanken übers Geldverdienen mit (gutem) Journalismus im Netz“. Denn gerade für freiberufliche Texter und Redakteure wird sich die Zukunft verstärkt im Internet abspielen. 

Lousy Pennies und die Zukunft des Journalismus im Internet – Interview

Lousy Pennies ist ein Herzensprojekt von Karsten Lohmeyer. Im Interview habe ich ihn unter anderem zu Namen und Finanzierungskonzept des Webmagazins und zur Zukunft des Journalismus befragt. © Jörg Brockstedt

Ich habe den Blogger aus Leidenschaft zu seinem „Herzensprojekt“ befragt und wollte von ihm wissen, ob es für Journalisten in Zukunft einfach wird, im Internet ein paar Lousy Pennies zu verdienen. Meine 5 Fragen an…

Stell dich doch mal kurz vor! Wer bist du, was machst du, wo willst du hin?

Mein Name ist Karsten Lohmeyer, ich bin 41 Jahre alt und seit etwas mehr als 20 Jahren journalistisch tätig. Mein Geld verdiene ich als Chefredakteur und Geschäftsführer einer Agentur für Corporate Publishing und als Autor für verschiedene Medien. Daneben habe ich Ende 2012 LousyPennies.de gegründet, wo ich zusammen mit Stephan Goldmann über das Geldverdienen mit Journalismus im Internet blogge. Ein echtes Herzensprojekt.

Woher stammt die Idee zu Lousy Pennies? (Und wer hat sich den Namen ausgedacht? ;))

Die Idee kam mir in einem Vortrag von Richard Gutjahr, dem wohl bekanntesten journalistischen Blogger in Deutschland, mit dem ich vor 20 Jahren die Deutsche Journalistenschule besucht habe.

Er sprach dabei die ganze Zeit von den Lousy Pennies, die es angeblich für Journalisten im Netz nur zu verdienen gibt – ein geflügeltes Wort, das von Verleger Hubert Burda stammt. Wenn es sich also einer ausgedacht hat, dann Hubert Burda. Ich bin nur auf die Idee gekommen, unser Blog so zu benennen.

Kann man mit Gedanken übers Geld verdienen, Geld verdienen? Oder wie sieht euer Finanzierungskonzept aus?

Ich glaube nicht, dass wir allein mit LousyPennies.de jemals unseren Lebensunterhalt werden bestreiten können, auch wenn ein Sponsoring wie jetzt durch exali ein paar Lousy Pennies in die Kasse spült.

Aber als Teil des Eigenmarketings, der Darstellung nach außen und eben auch als Herzensprojekt ist das ein ganz wichtiger Baustein, bei unserer Strategie, Geld zu verdienen.

Das heißt konkret: Die Positionierung als Experten für Journalismus im Digital-Zeitalter hilft uns, bezahlte Aufträge als Autoren oder Referenten zu erhalten. So entstand etwa bei mir der Kontakt zur W&V und zum Internet Magazin.

Was bietet ihr den Autoren, die Texte auf lousypennies.de veröffentlichen?

Aktuell das gleiche, was auch die Huffington Post bietet: Reichweite und Sichtbarkeit, aber leider, leider kein Geld. Vielleicht müssen wir nochmal mit exali sprechen, dass unser Sponsoring-Etat aufgestockt wird… 😉

Aber im Ernst: Ja, wir würden gerne unseren Autoren etwas zahlen, sehen uns aber aktuell nicht in der Lage dazu. Dass dennoch so viele Kollegen bereit sind, ohne Honorar etwas bei LousyPennies.de zu veröffentlichen, freut uns sehr.

Liegt die Zukunft des Journalismus im WWW? Welche Chancen, aber Risiken, siehst Du dabei für freiberufliche Texter und Journalisten?

Der Journalismus und die Medien werden jedenfalls zunehmend digital. Dass Print so schnell stirbt, wie von manchen prophezeit, glaube ich jetzt nicht. Aber man sieht schon eine deutliche Tendenz in Richtung Digital – und ich glaube, dass wir uns in den kommenden Monaten und Jahren noch von der einen oder anderen Tageszeitung werden verabschieden müssen.

Letztendlich wird sich alles an der Monetarisierungsfrage entscheiden: Wenn es gelingt, mit digitalen Angeboten ähnliche Einnahmen zu erzielen, wie mit gedruckten Medien, wird die Transformation von Print zu digital gar kein so großes Problem sein. Leider sieht das aktuell nicht so aus.

Für freiberufliche Kollegen sehe ich zum einen eine große Chance, sich durch eigene Angebote unabhängiger von Verlagen zu machen und eine eigene Leserschaft aufzubauen, die ihnen auch über die verschiedenen Medien hinweg folgt. Zum anderen sehe ich aber auch drastisch sinkende Honorare und eine zunehmende Ausbeutung. Bei mir persönlich überwiegt aber der Optimismus und die Faszination für das Medium Internet.

Über Karsten Lohmeyer

Karsten Lohmeyer (41) ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule und hat in den vergangenen Jahren für zahlreiche Print- und Online-Medien gearbeitet. Aktuell ist er Chefredakteur und Geschäftsführer bei Hagen+Pollmeier Corporate Publishing. Auf LousyPennies.de bloggt er zusammen mit Stephan Goldmann über das Geldverdienen mit (gutem) Journalismus im Internet. Mehr Infos über Karsten Lohmeyer: https://www.lousypennies.de/ich/

Übrigens: Seit Februar dieses Jahres hat mein Versicherungsportal exali.de eine Kooperation mit Lousy Pennies, in der wir als Sponsor der Journalismus-Plattform auftreten! Den transparent gestalteten Sponsorenvertrag könnt ihr HIER einsehen.

Weiterführende Informationen

2 Antworten auf “Gedanken übers Geldverdienen im Internet und die Zukunft des Journalismus – Interview mit Karsten Lohmeyer”

  1. Tarabas sagt:

    Anmerkung Ralph Günther: Der nachfolgende Kommentar bezieht sich offensichtlich nicht auf das Interview mit Karsten Lohmeyer, sondern auf eine nicht damit in Zusammenhang stehende Kundenkommunikation zwischen „Tarabas“ und meiner Mitarbeiterin Kathrin Schönberger. Sie habe ich auch gebeten, darauf zu antworten. Da ich gerne Kritik annehme und mich damit auseinandersetze, war es mir wichtig, den Kommentar im Original und wie folgt freizuschalten:
    ____________________________________________________________

    Schön und gut, was der Herr da alles erzählt, aber meines Erachtens ist das alles nicht mehr als heiße Luft.

    Ich stellte eine Anfrage für die Media Versicherung bei Exali und bekam aufgrund von vier mehr oder weniger unverschuldeter Abmahnungen (große, gut besuchte Webseite) in den letzten 5 Jahren diese Antwort:

    „Ich habe diese zur Prüfung an den Versicherer Markel weitergeleitet und das Feedback erhalten, dass auf Grund der Vorschadensituation leider kein Versicherungsschutz gewährt werden kann.“

    Dann ist diese „Versicherung“ natürlich witzlos. Wer kommt schon auf die Idee, sich für sowas zu versichern, wenn noch nie ein Schaden eingetreten ist? Das werden wohl die wenigsten Leute tun. Diese „Versicherung“ ist also nur für Leute, die vermutlich noch nie eine Abmahnung erhielten und bei denen das Risiko gegen Null geht.

    Hier wird nur versucht zu kassieren, aber wirkliche Schadensregulierung will man offensichtlich nicht anbieten. Finger weg!

    ____________________________________________________________

  2. Hallo “Tarabas“,

    danke für Ihren Kommentar.

    Kundenservice wird bei exali.de großgeschrieben – ich habe mich Ihrer Anfrage damals umgehend (noch am gleichen Tag) angenommen und mich beim Versicherer für Sie und den gewünschten Versicherungsschutz eingesetzt.

    Wenn auch das Ergebnis nicht das Gewünschte ist, so habe ich Ihnen doch innerhalb kürzester Zeit Feedback gegeben.

    Angesichts dessen bin ich zugegebenermaßen enttäuscht von Ihrer Reaktion und der Aussage am Ende Ihres Kommentars.

    Wir bei exali.de sind das „Sprachrohr“ unserer Kunden bei den Versicherern und versuchen immer, ein positives Ergebnis zu erzielen!

    Es ist jedoch unvermeidlich, dass das Feedback des Versicherers in Einzelfällen negativ ausfällt – in Ihrem Fall führte die Vorschadensituation von vier Abmahnungen zur Ablehnung des Risikos.
    Ich gehe davon aus, dass eine Anfrage / Antragstellung auch bei anderen Versicherungsgesellschaften zum gleichen Ergebnis führen dürfte, da gerade mehrere Vorschäden immer Einfluss auf die Risikoprüfung haben.

    Ihre Aussage „Wer kommt schon auf die Idee, sich für sowas zu versichern, wenn noch nie ein Schaden eingetreten ist?“, hat sicher ihre Berechtigung. In der Praxis erlebe ich immer wieder, dass erst mit dem Eintritt eines Schadens bzw. dem Erhalt einer Abmahnung die Sensibilisierung für das unangenehme Thema „Versicherung“ beginnt.

    Unter anderem deshalb erwähnt Herr Günther immer wieder in seinen Beiträgen, dass jeder Freiberufler idealerweise schon zu Beginn seiner freiberuflichen/selbständigen Tätigkeit sein Haftungsrisiko durch den Abschluss einer Haftpflichtversicherung minimieren bzw. kalkulierbar machen sollte.

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