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Porsche? Ein Klassiker unter den Autoherstellern, den jeder kennt. Schnell, sportlich, stark und schön – einfach eine rasante Sahneschnitte. Mit um die 4 Sekunden von 0 auf 100km/h sogar ein wahrer Spitzenreiter unter den Sprint-Königen. Doch nicht nur die Autos sind bei Porsche schnell, sondern auch die Anwälte – und zwar wenn es um Abmahnungen wegen der Benutzung ihrer Marke geht. Deshalb musste jetzt eine freie Werkstatt erstmal ordentlich abbremsen!

Freie Porsche-Werkstatt darf nicht mit der Marke Porsche werben? Wie die Porsche-Anwälte mit einer Abmahnung Vollgas für ihre Marke geben!

Porsche-Liebe auf den ersten Tritt – ein 911er! Mit der Markenstreit-Aktion droht Porsche selbst seinem Image zu schaden!

Ich bremse aber nicht und gebe mit einem Marken-Meckerei-Special so richtig Gas! Schon der erste betrachtete Markenstreit zwischen Porsche und der freien Werkstatt bringt heute meinen Blog zum Rasen 😉 Herzlich Willkommen in der Porsche-Markenstreit-Arena!

Was hat den Markenstreit entfacht?

Die Streitparteien: David gegen Goliath! Der Produzent der beliebten Automarke zückt sein Abmahnschwert und versucht – oh weh – seinen Arena-Gegner, eine freie Auto-Werkstatt, mit nur einem Abmahnschlag auszuknocken. Auslöser war ein Stadtbus, der mit der Werbung der freien Werkstatt PS-Klassik GmbH durch die Straßen cruiste:

Freie Porsche-Werkstatt darf nicht mit der Marke Porsche werben? Wie die Porsche-Anwälte mit einer Abmahnung Vollgas für ihre Marke geben!

Diese Buswerbung ließ Porsche zum Kampfstier in der Markenstreit-Arena werden. © Bild: Patent- & Rechtsanwaltskanzlei Dr. Meyer-Dulheuer & Partners LLP

Darauf zu sehen sind in eher schlichter Gestaltung lediglich der Name Porsche, in einem Kontext eingebunden, und die Telefonnummer, die die beiden bekannten Porsche-Marken 911 und 993 aufgreift; auf jegliche andere Zeichen wie das Porsche-Wappen oder den porschetypischen Schriftzug verzichtet der spezialisierte Werkstattbetrieb für Klassiker und Oldtimer der Hersteller Porsche und Mercedes-Benz bewusst. Deshalb erschließt sich den Frankfurter Anwälten Dr. Meyer-Dulheuer & Partners LLP, die die PS-Klassik GmbH vertreten, nicht, was der Autoriese mit dieser Abmahnaktion zu erreichen versucht. Auf ihrem Kanzleiblog beschreiben sie, warum sie ihrer Mandantin abrieten, sich dem Gebaren der Porsche-Anwälte zu beugen:

„Als auf Porsche-Fahrzeuge spezialisierter Werkstattbetrieb muss unsere Mandantin den Begriff ‚Porsche‘ benutzen, um auf die Bestimmung der speziell für Porsche-Fahrzeuge angebotenen Dienstleistungen in der beanstandeten Buswerbung hinzuweisen. In einem solchen Fall erlaubt das Markenrecht, dass eine unabhängige Reparaturwerkstatt, die sich auf bestimmte Produkte eines Fahrzeugherstellers spezialisiert hat, den Hersteller zur Bestimmung ihrer Reparaturleistungen nennen darf. Schließlich hat unsere Mandantin alles getan, um die Interessen des Porsche-Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.“

Sägt Porsche selbst am Ast, auf dem sie sitzen?

Mittlerweile hat Porsche eine einstweilige Verfügung gegen die freie Werkstatt erwirkt; das Urteil ist aber nicht rechtskräftig und beim Oberlandesgericht Frankfurt anhängig. Ob Porsche sich allerdings einen Gefallen mit dieser Abmahn-Aktion getan hat, bezweifle ich genau wie die Frankfurter Anwälte. Als Autoliebhaber und Oldtimerfan weiß ich: Vorbeihuschende Werbung auf Bussen und Straßenbahnen kommt tatsächlich beim Verbraucher an! Schnell und unkompliziert können beispielweise freie Werkstätten für sich und ihre Spezialisierung auf eine bestimmte Automarke werben – wo ist denn das Problem? Der Kunde bekommt schnell einen heißen Draht zum beworbenen Produkt und wer weiß, vielleicht lockt das neue Kunden und Fans an?! Hier schaut Porsche aber wohl eher in den Image-Auspuff!

Nice goodie to know: Vielleicht sollte sich Porsche ein Beispiel am Big-Player Kollegen Apple nehmen. In einem skurrilen Marken-Rechtsstreit mit dem Bonner Café Apfelkind klagte Apple erst wegen des eigentlich gar nicht ähnlichen Apfel-Logos, zog dann aber seinen Widerspruch beim Markenamt ohne Angabe von Gründen zurück. Angst vor einem Imageschaden, dem ihm ein Streit mit dem kinderfreundlichen Café bescheren könnte?

Noch mehr Meckereien am Start…

So, nicht dass heute nach diesem stürmischen Kampf in der Markenstreit-Arena zwischen dem mächtigen Weltkonzern Porsche und dem kleinen Werkstattlicht schon Schluss wäre! Zwar wird’s morgen nicht mehr so rasant, dafür erblüht auf meinem Blog aber buchstäblich ein buntes Markenrechts-Treiben! Was da wohl los ist? Seid gespannt!

Weiterführende Informationen:

Eure Marke soll ein Knaller werden? So klappt’s mit der Anmeldung und Eintragung!

„Made in Germany“ als Qualitätssiegel – Marken & sonstige gewerbliche Schutzrechte

Mythos Marke: Fragen und Antworten rund ums Markenrecht

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