Über Ralph Günther

Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

Zum Versicherungsportal

exali.de - Mein Business bestens versichert

RSS

RSS

Networking

Follow exali on Twitter  

Meta

Diese Seite wird überprüft von der Initiative-S

Wolkenfreier Himmel, Sonne pur bei Temperaturen jenseits der 30 Grad – der Sommer tobt sich in diesem Jahr so richtig aus! An Abkühlung ist erstmal nicht zu denken! Wie wär’s also mit einem erfrischenden Eis-Abenteuer? Kühl gleitet die süße Versuchung über die Zunge und sorgt für eine prickelnde Geschmacksexplosion in Erdbeere, Schokolade oder Vanille. Das allerdings war drei Berlinern 2008 nicht mehr trendy genug; sie tüfteln in ihrer Coworking-Molekularküche ein neues Eiswunder aus, das buchstäblich für Eiszeiten mit einem Ex-Kompagnon sorgt.

Nuna oder Kyl? Es kann nur einen Urheber des revolutionären Molekulareises geben, das nicht nur verspricht zu schmecken, sondern auch gesund zu sein.

Ganz so herzig ging es bei den Streithähnen vor Gericht nicht zu: Eiskalter Ideenklau ist der Vorwurf!

Ein Blick auf’s Thermometer sagt mir: Wieder ist Schwitzen und eine Eis-Erfrischung angesagt. Allerdings schlecke ich heute auf meinem Blog mal an einem ganzen anderen Eis: am Eis der Zukunft. Vielleicht habt ihr ja Glück und bekommt auch einen Happen ab 😉

Wie alles begann…                   

Sommer, Sonne, Eis – gerade an solch hitzigen Tagen wie derzeit sind es unsere Gelüste nach einer geschmackvollen Erfrischung, die uns in die Fänge der süßen Verlockung treiben. Nicht gerade gesund, aber meist doch unheimlich lecker. Das nehmen Manu Kumar und Projektmanager Ali Erfani 2008 zum Anlass, ein Eis mit Stil an den echt-ökologischen Bambus-Stiel zu bringen, das mit ganz neuen und ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen (z.B. Rosmarin und Vanille, gelierter Vodka, etc.) nicht nur köstlich und schön ist, sondern auch noch gesund, bio und teilweise sogar vegan.

Coworking: We love the inspiration!

Vernetzt in einem Großraumbüro (Coworking-Space) ging es auf Eis-Entdeckungstour, die vor Lebendigkeit und Ideenflow nur so sprießt. Auch ohne Verträge klappt das anfangs wunderbar, so dass die beiden Berliner zur Verwirklichung ihrer coolen Eislutscher-Idee bald den Grafiker Stefan Grandl ins Boot holen. Er gibt den Kniffen aus der Molekularküche mit der Zackenform und dem kristallinen Logo den letzten Schliff:

Nuna oder Kyl? Es kann nur einen Urheber des revolutionären Molekulareises geben, das nicht nur verspricht zu schmecken, sondern auch gesund zu sein.

Farbenfroh und auf Zack – so zeigt sich die futuristische Eiskreation Nuna. © Nuna World GmbH, 2015

Jetzt geht’s für die Eis-Tüftler endlich ans Vermarkten; ein Marketing-Manager muss her. Schnell ist David Marx gefunden, doch die Freude währt nicht lange – im Gegenteil, die Zusammenarbeit passt einfach nicht. Die Eismacher geben aber nicht auf und so starten sie 2010 mit ihrem neuen Marketing-Manager Christian Arfert richtig durch. Berlin ist eben nicht nur für die Berliner Schnauze bekannt, sondern auch für seine Erfinderszene 😉

2010 gründen die Vier die Firma „Nuna“ und lassen sich die Marke für Ihr gleichnamiges, zackiges Eis über das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) europaweit schützen (Markennummer 9106915, Markennummer 10350593).

Eiszeit in Berlin

Alles scheint unter Dach und Fach, die Freude groß. Doch dann: die Wende! Die Nuna-Macher staunen nicht schlecht als das Magazin „Wired“ im Herbst 2011 plötzlich eine völlig neuartige Eis-Evolution bekannt gibt. Wer ihnen frech grinsend das coole „Kyl“-Eis präsentiert ist … Trommelwirbel … niemand geringerer als besagter David Marx, der sich als revolutionärer Erfinder von KYL21 ausgibt, natürlich inklusive zahlreicher Texte und Interviews rund um „sein“ Molekulareis. Blöd nur dass die Ähnlichkeit zum Nuna-Eis nur mit verbundenen Augen zu übersehen ist.

Wer hat’s jetzt also wirklich erfunden? Die Schweizer waren es wohl ausnahmsweise nicht 😉 Kumar und Co. werfen Marx eiskalten Ideenklau vor und starten wahrlich einen Eiskrieg wegen Verletzung des Marken- und Wettbewerbsrecht vor dem Berliner Landgericht. Wie ZEITonline berichtet, gibt Marx sich vor der Verhandlung siegessicher, denn Nuna sei noch nicht auf dem Markt vertreten und „wo kein Markt ist, ist auch kein Schaden“. Außerdem sei er an der Entwicklung des Designs beteiligt gewesen.

Nur ein Etappensieg für Nuna…

So einfach lassen sich die Nuna-Macher aber trotz zum Beweis fehlender, handfester Verträge nicht in die Eisparade fahren. Sie kontern laut Tagesspiegel mit digitalen Skizzen und aussagekräftigem Email-Verkehr, die belegen, „dass Marx keinen substanziellen Anteil an der Entwicklung der Eisform“ und freiwillig die Zusammenarbeit „hingeschmissen“ hatte. Die Eintragung der Nuna-Marke ist also rechtmäßig, Kyl muss die Fliege vom Eismarkt machen.

Dagegen hat Marx nun Berufung eingelegt. Wir dürfen also gespannt sein, wie heiß es zwischen den beiden „Sci-Fi“-Eis-Kontrahenten weiterhin her geht… In der Zwischenzeit hol ich mir jetzt aber erstmal ein „Gegenwarts-Eis“ und gönn mir heute nach Feierabend einen Sprung ins kühle Nass 😉 Genießt die heißen Tage!

Weiterführende Informationen:

Schreiben Sie einen Kommentar

Wenn Sie einen Kommentar abgeben, speichern wir zu den eingegebenen Daten Ihre IP-Adresse. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklaerung.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.