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Verbraucher setzen bei ihren Kaufentscheidungen nicht nur auf günstige Preise, die Qualität der Ware hat für Käufer eine ebenso wichtige Bedeutung. Umso besser, wenn Webshop-Betreiber die Qualität ihrer Ware nicht lediglich versprechen, sondern auch „beweisen“ können. Dazu bieten Prüfsiegel eine gute Möglichkeit, doch bei der Verwendung müssen Shop-Betreiber ein paar Dinge beachten, um nicht Gefahr zu laufen, abgemahnt zu werden.

Prüfsiegel für Waren im Webshop sollten nur unter bestimmten Bedingungen verwendet werden, welche das sind, hat das OLG Düsseldorf entschieden.

Prüfsiegel sind ein gutes Mittel, um Verbraucher zu überzeugen. Doch Webshop-Betreiber müssen dabei ein paar Dinge beachten, um nicht abmahngefährdet zu sein.

Was Webshop-Betreiber bei der Verwendung von Prüfsiegeln beachten müssen, erfahrt Ihr heute auf meinem Blog.

Prüfsiegel im Online-Shop

Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf (Az. 22 O 54/13) hat in einem Fall geurteilt, der für alle Webshop-Betreiber in Deutschland von Bedeutung sein dürfte. Streitpunkt war die Verwendung von Prüfsiegeln in Onlineshops. Die Richter haben in dem Verfahren entschieden, dass es sich bei einem Prüfsiegel und dessen Ursprung um eine „wesentliche Information“ (i.S.v. § 5a Abs. 2 UWG) handelt, die die Entscheidung der Käufer beeinflussen kann. Laut Gesetz hat der Verkäufer die Pflicht dem Verbraucher jene „wesentlichen Informationen“ (also wer das Prüfsiegel verliehen hat und welche Kriterien dafür zu Rate gezogen wurden) zur Verfügung zu stellen.

Nutzt also ein Webshop-Betreiber Prüfsiegel, um damit die Qualität seiner Ware besonders hervorzuheben, muss dafür auch die Fundstelle dieser Information angegeben werden. Der Verbraucher muss diese eben ganz klar nachvollziehen können. Bekommen die Webshop-Kunden die Information nicht, verstößt der Betreiber gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und kann abgemahnt werden.

Bedeutung für die Praxis                                 

Für Testergebnisse, zum Beispiel der Stiftung Warentest, ist die rechtliche Situation schon seit ein paar Jahren geklärt. Hier haben Gerichte ebenfalls klar entschieden, dass Shop-Betreiber die genaue Quelle der Informationen angeben müssen.

Mit der Entscheidung des OLG Düsseldorf wurde diese „Regel“ nun auch auf Prüfsiegel ausgeweitet. Allerdings haben die Richter eine Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen, da zu dieser Thematik bisher keine höchstrichterliche Entscheidung vorliegt.

Doch auch wenn der BGH in der Angelegenheit noch entscheiden kann, sollten Shop-Betreiber schon jetzt auf Nummer sicher gehen und in jedem Fall für Testergebnisse, aber eben auch für Prüfsiegel die Fundstelle angeben.

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