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Verstoß-Theorie, Schadenereignis-Theorie und Claims-Made-Prinzip : Was hinter diesen drei Schadentheorien der Versicherer in der „grauen Theorie“ steckt, habe ich vergangene Woche hier auf dem Blog erklärt. So weit, so gut. Aber wie sieht das nun ganz konkret in der Praxis aus? Wann ist ein Schaden bei welcher Theorie tatsächlich versichert – und zu welchem Zeitpunkt muss dafür Versicherungsschutz bestehen? Das will ich diese Woche im zweiten Teil der kleinen Serie zeigen – und zwar anhand von sechs verschiedenen Grafiken, in denen ich verschiedene Schaden-Szenarien „durchspiele“.

Schluss mit „grauer Theorie“ – ran an die Praxis: Sechs Grafiken spielen die Schadentheorien der Versicherer in verschiedenen Schaden-Szenarien durch.

Schluss mit „grauer Theorie“ – ran an die Praxis: Sechs Grafiken spielen die Schadentheorien der Versicherer in verschiedenen Schaden-Szenarien durch.

Knackpunkt dabei sind die Schadentheorien, der Versicherungszeitraum – und die drei Variablen „Verstoß“, „Schadenereignis“ und „Anspruchstellung“ (am besten nochmal einen Blick in den ersten Teil werfen, in dem ich diese Begriffe ausführlich erkläre). Am Ende jeder Grafik gibt es je Szenario die Antwort zu der Frage, die den meisten Freiberuflern unter den Nägeln brennt: „Ist mein Schaden nun versichert – oder nicht?!“

Versichert – oder nicht? Verschiedene Schaden-Szenarien als Grafik

Schadentheorien in Szenario 1

Claims-made-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ (Vorumsatzdeckung)

Schadentheorien in Szenario 2

Claims-made-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ

Schadentheorien in Szenario

Claims-made-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ

Schadentheorien in Szenario 4

Claims-made-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ

Schadentheorien in Szenario 5

Claims-made-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = VERSICHERUNGSSCHUTZ (Vorumsatzdeckung)

Schadentheorien in Szenario

Claims-made-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Verstoß-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ
Schadenereignis-Prinzip = KEIN VERSICHERUNGSSCHUTZ (Vorumsatzdeckung)

Und welche Schadentheorie ist nun die Beste?

Fazit: Der ein oder andere wird sich nun fragen: Welche Schadentheorie in den Versicherungsbedingungen ist denn nun die Beste? Fakt ist: Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie ich in den Beispielen gezeigt habe, hat jedes Prinzip der Schadendefinition in bestimmen Situationen Vor-, aber auch Nachteile.

Bei der Schadenereignistheorie liegt der Vorteil klar im Bereich der prinzipiell mitversicherten Vorumsätze, bei der Verstoßtheorie in den auch nach Vertragsbeendigung mitversicherten Schäden (in der Regel 3- 5 Jahre Nachmeldefrist).

In meiner Versicherungspraxis stelle ich immer wieder fest: Freiberuflern ist es bei Abschluss einer Berufshaftpflicht sehr wichtig, dass Schäden aus älteren Projekten noch abgedeckt sind. Denn häufig wird die Berufshaftpflicht nicht direkt mit dem Beginn der freiberuflichen Tätigkeit abgeschlossen, sondern erst später nachgeholt. Für diese Anforderung bieten Versicherungsbedingungen Vorteile, denen die Schadenereignistheorie zugrunde liegt.

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