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Vor zwei Monaten habe ich Freelancer aus dem Bereich IT & Engineering hier auf dem Blog zur Teilnahme an der Stundensatzumfrage des IT-Projektportals GULP aufgerufen – mit Fragen zu Themen wie Honorar bis hin zur Rolle im Projekt und Zufriedenheit mit der eigenen beruflichen (selbständigen) Situation. „Druckfrisch“ liegen nach drei Monaten Erhebung jetzt die Ergebnisse der Studie vor, an der sich 2.107 Dienstleister beteiligt haben. Und die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Denn wer weiß, wo der Stundensatz auf dem IT/Engineering-Projektmarkt rangiert, kann das nicht nur für die eigene Kalkulation, sondern auch für Verhandlungen mit dem Auftraggeber nutzen…

GULP Stundensatz-Umfrage 2013: Ergebnisse der web-weiten Befragung von Selbstständigen in IT und Engineering

79 Euro: Das ist der Satz, den Freelancer aus IT & Engineering im Schnitt pro Stunde erhalten – und eines von vielen interessanten Ergebnissen der GULP Studie mit insgesamt 2.107 Teilnehmern.

Diese Woche gibt es deshalb eine Zusammenfassung der (meiner Meinung nach) wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten der aktuellen Auswertung. Sie bringen nicht nur ans Licht, was IT-Selbständige tatsächlich verdienen, sondern liefern viele weitere interessante Einblicke in den IT-Projektmarkt.

Rahmenbedingungen der GULP Honorar-Studie

Bevor es ans Eingemachte (die „nackten“ Zahlen“) geht, kurz einige Sätze zu den Rahmenbedingungen der Stundensatz-Umfrage: Von November 2012 bis Januar 2013 führte der IT-Projektvermittler GULP die web-weite Stundensatzumfrage durch, an der sich mehr als 2.000 Selbständige aus den Einsatzbereichen IT und Engineering beteiligten.

Abgefragt wurden unter anderem die Themenbereiche

  • Honorare, Stundensatzverhandlung und -entwicklung,
  • Zahlungsziel,
  • Jahresumsatz,
  • Direktbeauftragung,
  • Branche und Unternehmensgröße,
  • Rolle im Projekt und Zufriedenheit mit der beruflichen Situation.

Die Studie wurde anonym und online durchgeführt.

Die Zukunft gehört den Mutigen: Selbständig aus Überzeugung, bei gutem Verdienst

Jetzt aber endlich zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie:

  • Gute Auslastung: Knapp 84 Prozent (genau 83,6%) der 2.107 befragten IT-/Engineering-Selbstständigen, waren zum Zeitpunkt der Befragung (zwischen November 2012 und Januar 2013) im Projekt.
  • „Cash auf die Hand“, in Euro, Netto, exkl. MwSt.: 79 Euro Stundensatz erhalten IT-/Engineering-Selbstständige im Schnitt. Etwa ein Drittel (34,1 Prozent) arbeitet zu Stundensätzen von unter 70 Euro. 17,3 Prozent dürfen sich über mehr als 100 Euro pro Stunde freuen. Auch erfreulich: Bei mehr als der Hälfte der Freelancer entspricht das Honorar, das sie erhalten, exakt dem, was sie gefordert hatten.
  • „Goldenes Handwerk“: Durchschnittlich hat jeder IT-/Engineering-Freelancer im Jahr 2012 134.449 Euro umgesetzt. Das sind 3.420 Euro mehr als im Jahr zuvor. Alle 2.107 Umfrage-Teilnehmer zusammen haben 2012 einen Umsatz von etwa 186 Millionen Euro erwirtschaftet.
  • Was am Ende übrig bleibt: Abzüglich Kosten für Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung, Steuerberater, Fort- und Weiterbildung, Büro etc. blieb den IT-/Engineering-Selbstständigen im Jahr 2012 im Schnitt ein Gewinn von 83.955 Euro. Und damit 2.710 Euro mehr als im Vorjahr.
  • Vermittler oder nicht, das ist die Frage: 72,9 Prozent der IT-/Engineering-Selbstständigen kamen über einen Vermittler an ihr aktuelles oder zuletzt durchgeführtes Projekt. 27,1 Prozent wurden direkt beauftragt. Egal, wie das Auftragsverhältnis zustande kam: Homeoffice und Telearbeit schneiden schlecht ab. In 48,8 Prozent der Fälle wird ausschließlich vor Ort beim Kunden gearbeitet.
  • Banken vor Beratung: Mit einem Anteil von 15,4 Prozent sind die meisten IT-Freelancer für Banken & Finanzinstitute tätig. Gefolgt vom Bereich IT (13,3 Prozent) und Automotive 12,6 Prozent. Beratung rangiert mit 1,3 Prozent auf dem hinteren Rang, Schlusslicht ist die Touristik-Branche mit 0,8 Prozent.
  • Es kommt wohl doch auf die Größe an? J: Die meisten Freelancer (54 Prozent) waren in ihrem aktuellen oder zuletzt durchgeführten Projekt in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten weltweit tätig. Auf Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern entfallen lediglich 18,2 Prozent der Projekte.
  • Selbst und ständig: 145 Stunden pro Monat arbeiten IT-/Engineering-Selbstständige im Projekteinsatz für den Kunden. Dazu kommen durchschnittlich 12 Stunden für Fort- und Weiterbildung und 13 Stunden für Verwaltung, Buchhaltung, Projektakquise und Ähnliches. Das sind gute drei unbezahlte Arbeitstage pro Monat, die für das eigene Unternehmen aufgewendet werden.
  • Männerdomäne IT & Engineering: Nur 6,4 Prozent der 2.107 Teilnehmer an der GULP Stundensatz-Umfrage waren weiblich.
  • Gutes Mittelfeld: Mit 47,9 Prozent ist knapp die Hälfte der IT-Engineering-Selbstständigen zwischen 40 und 49 Jahren alt.
  • Das ist doch mal ein Ergebnis: „Ich bin selbstständig aus Überzeugung“! Das sagen 93,8 Prozent der IT-/Engineering-Freelancer von sich. Da verwundert es auch nicht weiter, dass 88,9 Prozent angeben, mit ihrer momentanen beruflichen Situation zufrieden zu sein.

Für Alle, die noch mehr Ergebnisse (und Diagramme dazu) wollen: Weitere Zahlen der aktuellen Auswertung gibt es in einer Bildergalerie bei GULP – aufgezeigt anhand von 37 Folien.

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