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140 Zeichen, die Marketing-Erfolg bringen und prägen sollen? Immer noch stößt Twitter hierzulande auf Skepsis und liegt in puncto Nutzung als PR-Tool für die Unternehmenskommunikation weit hinter anderen Social Media Plattformen zurück. Und trotzdem ist ein konstanter Aufschwung erkennbar. Gerade Branchen rund um die Neuen Medien und die Tech-Szene wollen auf den Microblogging-Dienst nicht mehr verzichten. Auch ich nutze das Portal, um mit und für mein Versicherungsportal zu kommunizieren.

140 Zeichen für den Marketing-Erfolg – gewusst wie: Das #TwitterBuch von Sarah Milstein und Tim O’Reilly (Quelle: O’Reilly Verlag).

140 Zeichen für den Marketing-Erfolg – gewusst wie: Das #TwitterBuch von Sarah Milstein und Tim O’Reilly (Quelle: O’Reilly Verlag).

Die Vorlage zum perfekten Umgang mit Twitter liefert der O’Reilly Verlag mit seinem #TwitterBuch. Der mittlerweile in der 3. Auflage erschienene Ratgeber zeigt mit vielen spannenden Tipps rund um Chancen & Risiken die Twitter-Welt – geschrieben von den bekennenden Twitter-Fans Sarah Milstein und Verlagsgründer Tim O’Reilly. Mein Fundstück der Woche (mit Grüßen vom „Heavy-User“, der ebenfalls noch einiges lernen konnte!) 🙂

Praxistipp: Wer Anderen folgt, bleibt informiert

Noch eines vorneweg: Ich werde keinen Gesamtüberblick über das Buch geben, wie es sonst bei Rezensionen üblich ist. Jeder muss selbst entscheiden, auf welchem Twitter-Kenntnislevel er sich befindet und was demnach interessant für ihn ist. Deshalb will ich Euch subjektiv gefilterte Tipps an die Hand geben, die(hoffentlich) nicht nur mein, sondern auch Euer Twitter-Vergnügen in Zukunft bereichern werden (wobei mich ja Kapitel 6 „Twitter fürs Business“ am meisten interessiert hat).

Welchen Tipp ich für die Praxis richtig gut finde: dass sich mit „Listen“ der eigene Twitter-Account übersichtlicher organisieren lässt. Um den Überblick zu behalten, lassen sich verschiedene Gruppen bilden (z.B. Net-Influencer, Recherche, Kunden, Familie, …).

Für Faule aber auch sehr Schlaue: Von anderen Twitterern lassen sich nicht nur deren Tweets, sondern ganze Listen abonnieren. Ich habe zum Beispiel die Liste Twitter Liste „it-medien-recht“ angelegt, der Ihr ganz einfach folgen und Euch mit Expertenwissen, aktuellen Urteilen, Meinungen und Diskussionen rund um das, was in der Netzwelt passiert, versorgen lassen könnt.

RT, @ und DM – Twitter und seine Kürzel

Natürlich gehen die Autoren in ihrem 260-Seiten starken Buch auch auf die Basics des Microblogging-Dienstes ein: Twitter unterscheidet zwischen Retweet, Reply und Direct Message.

  • Retweet ist die Weiterleitung eines interessanten Tweets, dies wird durch das Kürzel RT gekennzeichnet.
  • Ein Reply ist eine Erwähnung oder der Bezug auf eine Person – und funktioniert mit einem @-Zeichen vor dem jeweiligen Twitter-Namen.
  • Eine direkte Nachricht ist nur bei Personen möglich, die dem Account direkt folgen und auch auf 140 Zeichen begrenzt – allerdings ist diese Variante versteckt und nicht für andere lesbar.

In der Kürze liegt die Würze

140 Zeichen sind kaum länger als eine handelsübliche SMS oder eine etwas längere Schlagzeile. In so wenige Worte wirklich alle Inhalte verpacken zu können, die man der Twitter-Community mitteilen möchte, ist gar nicht einfach.

O’Reilly und Milstein haben hierfür aber ein paar richtig gute Tricks parat, um die Nachricht so kurz wie möglich zu gestalten:

  • Und wird zu +
  • Das Kaufmanns-Und (&) lieber nicht verwenden, denn es kann versteckte Zeichen mit sich bringen (Ups, gut zu wissen! :-))
  • Am Satzende kann die Interpunktion (.!?) auch mal weggelassen werden
  • Abkürzungen verwenden, z.B. auf „ich“ und „sein“ verzichten
  • Oft sind auch Satzanfänge kürzbar
  • Ziffern statt Zahlenwörter
  • Die Links vorher shorten (über bit.ly oder Is.gd), wobei Twitter URLs auch automatisch auf 19 Zeichen runterkürzt

Weiterführende Plattformen auf einen Blick

Das #TwitterBuch ist gespickt mit Tipps zu weiterführenden Zusatzdiensten, die das Kommunizieren per 140 Zeichen noch effizienter (und einfacher) machen. Weil ich die Linksammlung aus dem #Twitter-Buch so gut finde, habe ich sie hier nochmal (ausgesucht) dargestellt:

https://bitly.com URL-Verkürzungsdienst inkl. Tracking-Möglichkeit
https://listorious.com Zum Abonnieren: Twitter-Listen nach Themengebieten suchen
https://whatthetrend.com Erklärt einzelne #-Bedeutungen
https://support.twitter.com Erklärungen und Beschreibungen bekannter Probleme
https://tweetranking.com Empfehlungsmaschine: Twitterer empfehlen Twitterer
https://tweet.grader.com Twitter-Accounts im Follower-Ranking
https://twittercounter.com Beliebtheit einzelner User über einen bestimmten Zeitraum
https://twitpic.com Um speziell über Twitter Bilder weiterzugeben
https://hootsuite.com Dashboard, um automatische Postings zu planen (möglich für Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn, Foursquare)
https://tweetdeck.com/ Dashboard, um automatische Postings auf Twitter zu planen
https://yammer.com Ideen zum firmeninternen Microblogging
Fazit: So knapp wie die Twitter-Philosophie (140 Zeichen), so übersichtlich und auf den Punkt ist auch das #Twitter-Buch. Das Layout (DinA5-Querformat – liegt super in der Hand!) und die Inhalte sind knackig – anstatt vieler Worte wird der Schwerpunkt auf Anschaulichkeit gesetzt. Selbstverständlich hat der Ratgeber auch seinen eigenen Hashtag, ganz nach Twitter-Manier: #TwitterBuch. Wer ein Twitter-Profi werden möchte, dem lege ich dieses Buch definitiv genauso ans Herz, wie „blutigen“ Anfängern.

» Tim O’Reilly & Sarah Milstein: Das Twitter-Buch. 3. Auflage 2013. Print-Ausgabe: 17,90 Euro, eBook-Ausgabe: 14,00 Euro. 272 Seiten. ISBN-13: 978-3-86899-964-8. O’Reilly Verlag.

Über Tim O’Reilly:

Tim O’Reilly gilt als Begründer des Begriffs „Web 2.0“. Er ist Eigentümer von O’Reilly Media, einem der führenden Computerverlage weltweit. Der Erfolgsautor engagiert sich für offene Möglichkeiten und eine unterstützende Gesetzgebung rund um das Thema Open Source. O’Reilly veröffentlichte Anfang der 90iger Jahre das erste Buch im Web (das #TwitterBuch ist selbstverständlich auch als E-Book erhältlich) und schuf eines der ersten Portale online.

Weiterführende Informationen:

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