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Ein SEO-Experte betrieb Linkbuilding für seinen Auftraggeber und wurde letztendlich wegen „Bad Links“ für einen Schaden im sechsstelligen Bereich verantwortlich gemacht. Ein Schadenfall, der es in sich hatte. Und damit meine ich nicht nur den Fall selbst, sondern auch die Reaktionen auf meinen Artikel dazu, den ich vergangene Woche hier auf dem Blog veröffentlicht habe. Zahlreiche Experten haben den Beitrag weiterverbreitet, über eigene Erfahrungen berichtet und vor allem hitzig diskutiert. Das zeigt: Die Frage, ob ein SEO für eine Google Penalty verantwortlich gemacht werden kann oder nicht, ist für die Branche von hoher Bedeutung.

Umfrage: Können SEOs für Google Penalties haftbar gemacht werden?

SEO – ein Thema mit Diskussionspotential. Eine Umfrage auf seo-united.de macht deutlich, dass die Haftung eines SEOs für Google Penalties nicht allgemein geklärt werden kann.

Die Betreiber von seo-united.de haben sogar eine Umfrage mit dem Thema „Google Penalty – kann eine SEO-Agentur dafür haftbar sein?“ gestartet und die Stimmen verschiedener Experten eingeholt – mit interessanten Meinungen. Mein Fundstück der Woche.

Eingekauftes Linkbuilding: Ganz klar unklar

Dass SEO-Maßnahmen (besonders für Laien) oft undurchsichtig sind und Auftraggeber teilweise nicht nachvollziehen können, für was sie da eigentlich bezahlen, ist ein bekanntes Problem der Branche. Und da selbst SEO-Experten in letzter Konsequenz nicht 100 %ig wissen, welche ihrer Aktionen das Google-Ranking nun verbessert hat, fällt die Beantwortung der Frage schwer. Die übereinstimmende Meinung der befragten Experten in der Umfrage von seo-united lautet demnach dann auch „Kommt drauf an“.

„SEO-Agenturen können Schäden verursachen – also können sie auch haftbar gemacht werden“, meint beispielsweise Jens Fauldrath von takevalue.de dazu. Dass es jedoch schwierig werden könnte, fehlerhafte Links klar zuzuordnen, darüber besteht weitgehend Einigkeit. Und auch einige weitere Faktoren, wie die Vertragsgestaltung, spielen eine Rolle, geben die SEO-Experten zu bedenken.

Aufreger SEO-Schlechtleistung

Ein Dorn im Auge ist einigen der Experten auch die schlechte Leistung, für die sich einige SEOs gut bezahlen lassen. SEO werde noch immer „amateurhaft“ betrieben und viele Kunden seien sich über das Risiko von Linkbuilding-Maßnahmen im Unklaren, so der Tenor.

Robert Hartl, Geschäftsführer von Netprofit, liefert im Rahmen der Umfrage das passende Motto, mit dem der Frage nach der Haftung bei Penalties begegnet werden sollte: „Wer qualitativ gut arbeitet, wird aber im Regelfall auch weiterhin wenig zu befürchten haben.“

Schadenfälle aus der Praxis verdeutlichen Problematik

Ein Hinweis in eigener Sache: Zum Thema Haftung von SEO-Agenturen liegt aktuell noch kein Urteil vor, weshalb ein solches auch nicht zitiert werden kann. Der von mir beschriebene Fall des in Haftung genommenen SEOs landete als Schadenfall eines unserer Kunden auf meinem Schreibtisch. Die Tatsache, dass ein Unternehmen die Agentur für eine hohe Summe in Regress nimmt, machte den Fall in meinen Augen für die Branche interessant. Auf die Problematik aufmerksam zu machen und bestenfalls eine Diskussion darüber zu entfachen, ist auf jeden Fall gelungen 🙂

» Umfrage: Google Penalty – kann eine SEO-Agentur dafür haftbar sein? 

Update (25. März 2014):

Inzwischen hat Matt Cutts von Google auf die Diskussion reagiert. Er ist der Meinung, dass die von Google zur Verfügung gestellten Unterlagen im Falle einer Abstrafung von unnatürlichem Linkaufbau nicht als Nachweis der Verantwortlichkeit des SEO geeignet sind. Seine Begründung: Bei den Links, die im Falle einer Penalty in den Webmaster-Tools als unnatürliche Links aufgezählt werden, würde es sich lediglich um Beispiele handeln. Es könne aber sein, dass völlig andere Links zur Abstrafung beigetragen haben. Dass die durch den SEO oder die Agentur erstellten Links den Ausschlag gegeben haben, ist aus seiner Sicht damit nicht nachweisbar.

» Mehr Informationen zur Reaktion von Matt Cutts

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