Über Ralph Günther

Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

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Underwriter Michael Rosenberg, mit dem ich häufig zusammenarbeite, kennt sich mit Risiken aus. In seinem Job bewertet er das Schadenrisiko insbesondere für Vermögensschäden, die typisch für IT- und Medienberufe sind. Und er erstellt Risikoprofile, auf deren Basis wiederum Versicherungsangebote erstellt werden.

Häufig werde ich von Kunden nach dem Unterschied zwischen Versicherung und Rückversicherung gefragt – und wer von Beiden letztendlich das Risiko trägt. Dazu habe ich beim Risikoexperten Michael Rosenberg nachgefragt.

Herr Rosenberg, wie ist die Beziehung zwischen Versicherung und Rückversicherern?

Bei sehr großen Risiken ist eine Versicherungsgesellschaft unter Umständen nicht in der Lage, das Risiko allein zu tragen, ohne den wirtschaftlichen Gesamterfolg in Gefahr zu bringen, Auch hinsichtlich aller Einzelrisiken eines Versicherungsunternehmens macht es oft Sinn, einen Partner zu haben, der einem Teile abnimmt.

Der Rückversicherer (RV) befasst sich daher

  • entweder mit Großrisiken, bei denen er den sogenannten Erstversicherern im Sinne eines Einzelakzeptes hilft (man spricht hier von einer fakultativen RV) oder
  • mit ganzen Versicherungsbüchern des Erstversicherers (der Summe aller einzelnen Versicherungsverträge); in diesem Fall spricht man von einer obligatorischen RV.

Der Erstversicherer muss zwar für diese Rückversicherung wie ein Versicherungsnehmer eine Prämie zahlen, profitiert aber von der Reduzierung seines Risikos und vom Know-how-Transfer. Rückversicherer befassen sich nämlich sehr intensiv mit der Risikoforschung und liefern hier ihren Kunden – sprich dem Erstversicherer – wertvolle Tipps. Auch die Hiscox, für die ich beruflich tätig bin, ist im Londoner Markt zu einem nicht unwesentlichen Teil Rückversicherer, so dass der Wissenstransfer sogar im eigenen Hause stattfindet.

Wer ist letztendlich der Risikoträger der Versicherungen?

Prinzipiell natürlich der Erstversicherer. Der Versicherungsnehmer hat mit diesem einen Vertrag und daraus einen Anspruch auf Schadenregulierung im Rahmen der Bedingungen. Aber der Versicherungsnehmer kann sicher sein, dass durch die Einschaltung von weiteren Risikoträgern im Hintergrund sein Erstversicherer den Schaden auch bei großen Summen begleichen kann.
Bisher hat dieses Konzept insbesondere in Deutschland gut funktioniert, da es bisher nahezu keine „Versichererpleite“ gegeben hat.

Wie erfolgt die Abwicklung im Schadenfall?

Wenn der Versicherungsnehmer einen Makler beauftragt hat, meldet er diesem den Schaden. Andernfalls  wendet er sich direkt an seinen Versicherer. In der Regel gibt es Hotlines oder andere Kontaktadressen, an die man sich wenden kann. Die Kontaktdaten finden sich meistens im Versicherungsschein.

Wichtig ist immer, dass man den Schaden möglichst schnell meldet. Oft ist Zeit hier im wahrsten Sinne des Wortes Geld. So kann es zum Beispiel bei einer media-Haftpflichtversicherung entscheidend sein, ob ein bestimmter Artikel auf einer Website länger jedem Nutzer zugängig ist, wenn damit bestimmte Rechte Dritter verletzt werden.

Gerade im Medienbereich, auf den sich unser Haus unter anderem spezialisiert hat, ist heute Schnelligkeit gefragt, um ein „Auswachsen“ eines solchen Schadens zu verhindern, was zu Lasten beider Seiten gehen würde – sowohl des Versicherungsnehmers (Imageverlust etc.) als auch des Versicherers (Erhöhung des zu zahlenden Schadens).

Neben dem Faktor Schnelligkeit: Was ist für Sie noch wichtig im Schadenfall?

Gute Schadenabteilungen arbeiten immer sehr eng mit den Underwritern ihres Hauses zusammen, da nur so gewährleistet werden kann, dass das Leistungsversprechen des Versicherungsvertrages auch eingehalten wird.

Je nach Größe des Schadens werden Sachverständige/Gutachter, oft auch externe spezialisierte Rechtsanwälte eingeschaltet. Am wichtigsten ist für uns der enge Kontakt zu unserem Versicherungsnehmer, damit gerade im Schadenfall eine gemeinsame Strategie vereinbart wird, die die wirtschaftlichen Interessen von Versicherungsnehmer, Versicherer und möglichst auch vom berechtigten Anspruchssteller in Einklang bringt.

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