Über Ralph Günther

Als Gründer der exali GmbH verfüge ich über langjährige Erfahrung im Riskmanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden und Consultants. Mehr

Zum Versicherungsportal

exali.de - Mein Business bestens versichert

RSS

RSS

Networking

Follow exali on Twitter  

Meta

Diese Seite wird überprüft von der Initiative-S

Internationale Projektverträge, Teil 4

Leider bekommen IT-Freelancer gerade von internationalen Auftraggebern viel zu oft wenig differenzierte „Standard-Verträge“ vorgelegt. Die darin enthaltenen anglo-amerikanischen Klauseln mögen zwar für Projekte mit Dienstleistern aus dem eigenen Land sinnvoll sein. Für IT-Selbstständige mit Sitz in Deutschland sind solche Verträge aber prinzipiell ungünstig, weil sie entweder gar keinen und nur teilweisen Versicherungsschutz bieten. 

San Francisco cable car

Genau hinsehen vor der Unterschrift internationaler Projektverträge

Das verdeutlicht auch die bisherigen Betrachtung von anglo-amerikanischen Klauseln in meinem Blog, darunter die „Haftungsfreistellung und Mitversicherung des Auftraggebers“ sowie „Versicherungsnachweise“. Abschließend dazu heute noch ein weiteres Beispiel:

 Vertragsklausel Melde- und Nachweispflichten

„…providing that the coverage called for in this Section may not be terminated or reduced without 30 days advanced written notice to COMPANYNAME. Certificatesof insurance evidencing this coverage will be provided by Contractor before commencing Services.Contractor shall notify COMPANYNAME thirty (30) days in advance of any reduction or cancellation of the coverage set forth above.”

Mit dieser Klausel soll der Versicherer verpflichtet werden, den Auftraggeber über wesentliche Vertragsveränderungen wie Kündigung des Vertrages oder Veränderung der Versicherungssumme vorab zu informieren. Von deutschen Versicherern werden solche Vereinbarungen grundsätzlich nicht akzeptiert.

Nicht alles unterschreiben

Sofern deutsche Versicherer bestimmte anglo-amerikanische Klauseln überhaupt mittragen, steht der damit verbundene höhere Beitragssatz meist in keinem Verhältnis zum Honorar aus dem Projektauftrag. Deshalb sollten IT-Experten nicht alle Klauseln in Projektverträgen bedingungslos akzeptieren, sondern vorher in einen Dialog mit ihrem Kunden treten.

International versierten Versicherer wählen

Auch die Abstimmung mit dem Versicherer ist hier anzuraten. Generell wird man in diesen Fällen am besten bei einem Versicherer aufgehoben sein, der international (insbesondere in den USA) Risiken versichert und entsprechende Erfahrungen mit IT-Versicherungen hat. Auch hierauf sollte man bereits beim Abschluss eines Vertrages achten.

Beratung durch Vertragsanwalt sinnvoll

Und es kann keinesfalls schaden, sich bei solchen Fallkonstellationen von einem erfahrenen Vertragsanwalt beraten zu lassen, um die Haftung auf gesetzliche Haftpflichtansprüche und der Höhe nach auf die Versicherungssumme der IT-Haftpflichtversicherung zu beschränken. Eine Auswahl von Rechtsanwälten im IT- und Medienumfeld finden Sie in meiner Twitter Liste.

Hinweis: Für Bereiche, bei denen die Beschränkung auf die „gesetzliche Haftung“ nicht möglich ist, sollten die speziellen Punkte der „vertraglichen Haftung“ von der IT-Haftpflichtversicherung gedeckt werden. Ein Beispiel dazu lesen Sie im Blogbeitrag „Haftungsfreistellung des Auftraggebers“.

Weiterführende Informationen

Schreiben Sie einen Kommentar

Wenn Sie einen Kommentar abgeben, speichern wir zu den eingegebenen Daten Ihre IP-Adresse. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklaerung.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.