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Hacker-Angriffe, DDos Attacken und Viren gehören leider schon lange zum Alltag des Business im Web, doch Kriminelle haben immer wieder neue Ideen. Derzeit werden immer häufiger Daten aus einem fremden Impressum kopiert und damit Contentklau-Webseiten eröffnet. Unbekannte haben hier scheinbar ein neues – illegales – Geschäftsfeld entdeckt und machen Freiberuflern, Bloggern und Co. damit jede Menge Ärger. 

Identitätsklau: Kriminelle stehlen Daten aus dem Impressum und eröffnen damit illegale Websites. So können sich Freiberufler zur Wehr setzen.

Namen im Netz geklaut und für illegale Content-Seiten genutzt: Neue Masche im Cyber-Crime – und wie sich Freiberufler (und alle Anderen) dagegen wehren können!

Die (wirklich abgefahrene) Geschichte meines Blogger-Kollegen Carsten Knobloch und die neue Masche „Identitätsklau“ im Web sind deshalb heute Thema in meinem Blog.

Identitätsklau im Web: Betrug par excellence

Carsten Knobloch dürfte den Meisten eher unter seinem Blogger-Namen Caschy bekannt sein. Er betreibt einen sehr erfolgreichen Blog rund um Web, Software, Hardware und Computing. Dort habe ich auch seine beunruhigende Geschichte gelesen, die jeden treffen kann, der seine Kontaktdaten im Netz hat. Mit dabei natürlich auch jeder Freelancer, der auf seiner Homepage ein Impressum hat.

Alles begann mit einer Nachricht vom Chip.de-Team (dem Computermagazin) an den Blogger: Weshalb er denn die Domain chipfans.de registriert habe, auf der exakt alle Inhalte von chip.de zu finden sein… ein klarer Fall von illegalem Contentklau.

Der Name wird im Netz zur Waffe

Die Krux: Carsten Knobloch hat weder die Inhalte der Seite kopiert, noch eine Domain dazu eröffnet. Trotzdem ist die Seite ganz offiziell auf seinen Namen, inklusive Adresse registriert – lediglich die Haus- und Faxnummer sind falsch. Vermutlich wurden seine Daten aus dem Blog-Impressum geklaut und damit „Schindluder“ betrieben.

Doch mit dieser Entdeckung nahm die Geschichte erst ihren Lauf, denn kurz später flatterte dem Blogger Post vom Anwalt des Axel Springer Verlags ins Haus. Und die reagierten nicht ganz so freundlich, wie das Team von Chip.de: Sie forderten ihn auf, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Grund: Eine neue Fake-Kopie-Seite namens computersbild.de war unter seinem Namen registriert worden – darauf erneut alle Inhalte der Originalseite. Kurz zusammengefasst: Caschy hat jede Menge Ärger, ohne irgendetwas gemacht zu haben.

Wie der Blogger letztendlich aus der Geschichte wieder raus kommt, wer seinen Namen geklaut hat und vor allem warum, hat er auf seinem Blog in einer launigen Erzählung geschildert.

Chip.de hat übrigends schnell reagiert und warnt seine Nutzer auf der eigenen Seite vor den dreisten Betrügern und deren Fake-Seiten, die wahre Virenschleudern sein können.

Mit dem Potenzial steigt die Gefahr

Mich hat die Geschichte von Caschy aufmerken lassen. Denn die eigenen Daten ins Netz zu stellen, ist für Viele keine freiwillige Entscheidung.

Versteht mich nicht falsch: Ich stehe im Netz gerne für meinen Blog und auch mein Unternehmen gerade und habe deshalb auch kein Problem damit, meine Daten im Impressum der Weltöffentlichkeit zu geben (dazu bin ich ja auch rechtlich verpflichtet). Diese neue Art der Betrugsmasche gibt der ganzen Geschichte aber einen negativen Beigeschmack: Unbekannte nutzen die Gesetzeslage (Impressumspflicht) schamlos aus, um auf Kosten Anderer Geld zu machen.

Was tun?

Der Blogger Caschy hat in einen klaren Vorteil: Durch sein Fachwissen kennt er die richtigen Wege und Kanäle, um sich gegen die Betrüger zur Wehr zu setzen.

Wer in dieser Situation verunsichert ist, sollte sich an seine Berufshaftpflicht wenden. Diese übernimmt dann die rechtliche Klärung.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer nun tatsächlich Opfer dieser Fälscher geworden ist (oder es befürchtet), kann auch selbst etwas tun. Bei der DENIC kann erfragt werden, auf welchen Namen eine „.de“ Website registriert ist. Will ich wissen, welche Seiten zum Beispiel auf meinen Namen Ralph Günther registriert sind, muss ich mit der Registrierungsgenossenschaft Kontakt aufnehmen.

Ist eine Seite dabei, die ich nicht persönlich eingetragen habe, kann ich dann die Löschung der Domain beantragen. Eine Menge Aufwand (und Ärger), aber zumindest ist man den Betrügern nicht hilflos ausgeliefert.

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