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Im Arbeitsalltag passieren Fehler. Klar, wo gehobelt wird, fallen Späne. Doch während Fehler eines Handwerkers auch von Laien meist sofort erkannt werden, sind Fails im IT Bereich weniger greifbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine passieren. Im Gegenteil: Je komplexer und spezieller die Systeme, desto höher ist auch das Fehlerrisiko. Das sehe ich immer wieder an IT Schadenfällen, die mir in meiner Praxis als Versicherungsmakler begegnen.

Alexander Geißenberger hat sich als SEO-Experte einen Namen gemacht. Mit diesem Bild war er auch auf dem "SEO Poster 2011" von Künstler Martin Mißfeldt zu sehen.

Alexander Geißenberger hat sich als SEO-Experte einen Namen gemacht. Mit diesem Bild war er auch auf dem „SEO Poster 2011“ von Künstler Martin Mißfeldt zu sehen.

Mit zwei Experten aus dem IT- / SEO-Bereich habe ich mich deshalb über die typischen Fehlerquellen, Vermeidungsstrategien und das richtige Risikomanagement unterhalten.

Fehlerquellen bei SEO-Agenturen: Falsches Targeting und schlechtes Keyword-Research

Alexander Geißenberger hat sich als SEO-Experte in Deutschland einen Namen gemacht. Der Business-Unit Manager Online Marketing von inecc.one aus Thierhaupten ist Spezialist für den Geschäftsbereich Online Marketing, der Social Media, SEO, SEA und Online Strategien beinhaltet.

Damit ist er nicht allein: Viele Agenturen haben sich auf individuelle Lösungen für Unternehmen spezialisiert, um deren Bekanntheitsgrad, Produkte und Dienstleistungen zu pushen. Doch mit der falschen SEO-Strategie kann das auch nach hinten losgehen, weiß Geißenberger:

„Ein immer wieder auftretender und ausschlaggebender Fehler im SEO-Bereich ist die Bewerbung schlecht gewählter Keywords aufgrund des falschen Targeting oder eines schlechten Keyword-Researches. Daraus resultiert nicht nur ein zeitlicher, sondern auch ein kostenintensiver und in letzter Konsequenz ein reputativer Verlust für das zu bewerbende Unternehmen.“

Fehlerquelle: Mangelnde Kommunikation zwischen Kunde, Web-Agentur und SEO-Team

Gute Kommunikation mit dem Kunden, detaillierte Kenntnis seines Geschäftsmodells und Wissen über Regeln und rechtliche Stolperfallen im Web 2.0 sind deshalb das A & O für SEO-Agenturen und Freelancer. Denn viele Fehler sind überflüssig – und können mit dem richtigen Expertenwissen von Vornherein vermieden werden.

Dazu hat Alexander Geißenberger einige allgemeine Tipps parat:

„Setzt man heute noch auf Linkspamming oder Onpage Keyword Stuffing, kann das schnell zu Abstrafungen seitens Google und zu Google Penaltys führen. Das bedeutet: Die zu bewerbende Seite verliert an Rankings in den Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs).

Ein gern gemachter Fehler ist zudem die mangelnde Kommunikation zwischen Kunde, Web-Agentur und SEO-Team. So können Inkompatibilitäten zwischen den verschiedenen Parteien, den verschiedenen Bedürfnissen, entstehen. Klassiker hier sind duplicate content, falsche oder schlechte Redirects und viele weitere SEO undienliche Elemente.“

Fehlerquelle: Wartung und Pflege der IT Security vernachlässigt

Doch nicht nur SEO für Webseiten ist komplex – sondern auch die Wartung und Pflege für Content Management Systeme (kurz CMS). Das weiß Alexander Schmidt, leitender Entwickler und geschäftsführender Gesellschafter bei der MXP GmbH. Das Augsburger Unternehmen hat sich auf Internet Business Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen Spezialisiert. Der 30-Jährige überwacht die Programmierung komplexer Shopsysteme und ist für die IT Sicherheit zuständig.

Und die, weiß Schmid, hört nicht damit auf, wenn die Webseite oder das Shopsystem für den Kunden fertiggestellt ist: „Die Wartung und Pflege darf nicht vernachlässigt werden“, warnt der Experte.
Denn bei Webseiten, die auf Open Source Management basieren, kann es schnell zu Sicherheitslücken kommen. „Mittlerweile ist es in der Szene regelrechter Sport, Lücken in der IT Security von Open Source Systemen zu suchen. Infos darüber werden dann öffentlich ins Netz gestellt.“

Die Folge: Werden nicht regelmäßig Sicherheitsupdates auf der Seite eingespielt, können sich Dritte ganz einfach Zugang verschaffen. Dass dann auch die sensiblen Daten der Kunden nicht mehr sicher sind, versteht sich von selbst. Dass heißt: Auch hier muss Kommunikation stattfinden, der Kunde über die Wichtigkeit von IT Security und Datensicherung aufgeklärt werden, in die er natürlich auch Geld stecken muss.

Restrisiko bleibt: IT-Haftpflicht übernimmt Schaden im Fall der Fälle

Trotz sauberer Arbeitsweise, Expertenwissen und aller Professionalität: Nicht alle Fehler im IT-Bereich können vermieden werden – ein Restrisiko bleibt.

Wer sich als Entwickler, SEO-Agentur, Freelancer oder als Softwareentwickler gegen Schadenersatzforderungen absichern möchte, braucht eine auf seine Bedürfnisse zugeschnitte IT-Haftpflicht.

Im Ernstfall übernimmt die IT-Haftpflicht die Kosten für Schadenersatzforderungen. Und sie ermittelt, inwiefern der IT-Experte oder die SEO-Agentur haften und wie hoch die berechtigten Ansprüche sind. Zudem gewährleistet der „passive Rechtsschutz“ der IT- Haftpflicht, dass auch die Kosten für Anwälte, Gutachter, Zeugen und Gerichte im Rahmen der Schadenabwicklung übernommen werden.

Wichtig ist, dass die Versicherung in jedem Fall folgende Bausteine enthält:

  • Vorumsatzdeckung: In vielen Fällen treten Fehler in der Programmierung erst längere Zeit nach Abschluss des Projektes auf. War der Entwickler damals jedoch nicht versichert, muss er den Schaden bei vielen Versicherern aus eigener Tasche zahlen – wenn er keine sogenannte Vorumsatzdeckung hat.
  • „All-Risk-Deckung“: Dadurch sind pauschal alle beruflichen Risiken mitversichert. Ausgeschlossen sind nur die Risiken, die auch explizit in den Versicherungsbedingungen angeführt werden.
  • Schäden durch die fahrlässige Übermittlung von Viren sollten mitversichert sein.
  • Da im IT Bereich viele vertragliche Vereinbarungen über Service Level Agreements bzw. Serviceverträge getroffen werden müssen, sollte die IT-Haftpflicht nicht nur Ansprüche im Bereich der gesetzlichen Haftung, sondern auch Ansprüche im Bereich der vertraglichen Haftung übernehmen.

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