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Der Ton macht die Musik – das gilt für guten Sound genauso, wie im Business. Und wer nicht den richtigen Ton trifft, der muss mit Konsequenzen rechnen. Zum Beispiel, wenn er ein Musikstück nutzt, ohne eine Lizenz dafür zu haben – eine klassische Urheberrechtsverletzung. So passiert einem Freiberufler. Er hatte für eine von ihm erstellte Videoanimation geschützte Musik verwendet, von der er dachte, sie sei frei nutzbar. Falsch gedacht – und prompt flatterte ihm ein Schreiben der Abteiling für Musiklizenzierung des Rechteinhabers ins Haus.

Wer fremde Medien nicht nur hören, sondern auch nutzen will, der sollte sich um Lizenzen Gedanken machen. Ansonsten kann die Falle „Schadenersatzforderung“ zuschnappen.

Wer fremde Medien nicht nur hören, sondern auch nutzen will, der sollte sich um Lizenzen Gedanken machen. Ansonsten kann die Falle „Schadenersatzforderung“ zuschnappen.

So vor kurzem auf meinem Schreibtisch gelandet zeigt dieser Schadenfall wieder beispielhaft, wie es in der Praxis laufen – und wie schnell aus einem vermeintlichen „auf der sicheren Seite“ eine rechtliche Gratwanderung werden kann. Vor allem und gerade bei der Verwendung fremder Medien.

Musikstück zum freien Download angeboten

Nicht alles, was kostenlos angeboten wird, ist auch umsonst. Diese Erfahrung machte ein Freiberufler: Eine von ihm erstellte Videoanimation hatte er mit einem Musikstück unterlegt – allerdings ohne eine Lizenz dafür zu haben.

Das genau diese Nutzungsberechtigung jedoch zum Problem werden könnte, hatte er nicht gedacht: Schließlich hatte er die Musik auf einer Webseite gefunden, die das Stück dort zum Download anbot. Ausgewiesen als frei benutzbar.

Offensichtlich ein Irrtum der Betreiber der Seite – und eine Gutgläubigkeit seitens des Freiberuflers, die ihm nun zum Verhängnis wurde: Wenig später schrieb ihn der Musikverlag mit den entsprechenden Rechten an und forderte ihn auf, doch eine entsprechende gültige Lizenz für die Musik nachzuweisen. Ansonsten werde eine Nachlizenzierung erhoben.

Nachträgliche Lizenzgebühr kann teuer werden

Ja, Unwissenheit oder Gutgläubigkeit schützen vor Strafe nicht. Und solch eine nachträglich erhobene Lizenzgebühr kann – wenn es hart auf hart kommt – richtig teuer werden. Ganz nach dem Motto: Je bekannter das Musikstück, desto teurer der Schaden.

Vor einiger Zeit hatte ich es mit einem ähnlichen Schadenfall zu tun, in dem ein Dienstleister den Song „Riders on the Storm“ von The Doors für eine DVD von einer Modenschau verwendet hatte – und damit sozusagen die heilige Kuh der Rockmusik. 426 Sekunden Verwendungsdauer zogen damals eine Schadenersatzforderung durch den Musikverlag von rund 30.000 Euro nach sich.

Kosten für Lizenz in den Auftrag einkalkulieren

Eine Summe, die existenzbedrohend für einen Freelancer sein kann. Da ist es nicht gerade tröstlich zu wissen, dass gerade bei der Verwendung von Musikstücken, Bildern oder anderen gestalterischen Elementen viele rechtliche Stolperfallen lauern.

Dafür sorgen nicht nur das komplexe Urheberrecht, sondern auch eine Rechtsprechung, die vielen Neuerungen (Stichwort: technische Entwicklungen) hinterherhinkt.

Sich im Vorfeld abzusichern – beispielweise durch den Rat von Experten, wie Fachanwälten – ist deshalb genauso wichtig, wie sich einiger Hürden bewusst zu sein und zumindest die Kosten für die gültige Lizenz (und damit meine ich die Lizenz im Vorfeld – nicht die Schadenersatzforderung, wenn es zu spät ist) in den eigenen Auftrag mit einzukalkulieren.

Berufshaftpflicht springt bei Rechtsverletzungen ein

Prävention ist auch hier das richtige und wichtige Stichwort. Und dazu gehört auch, das berufliche Restrisiko durch eine branchengerechte Berufshaftpflicht abzusichern, die neben Personen- und Sachschäden auch echte Vermögensschäden absichern.

Vermögensschäden wie Rechtsverletzungen, die in der Praxis schneller passieren können, als so mancher Freiberufler wahrhaben will – wie auch dieser Fall zeigt.

Übrigens: In die weiterführenden Informationen habe ich Euch auch eine Liste mit einer Auswahl von Anwaltskanzleien gepackt, die auf die Bereiche Medien-, Online- und Urheberrecht spezialisiert sind. Viele von Ihnen schreiben eigene Blogs – für Alle, die sich noch tiefer einlesen wollen.

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