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Tipps, Tricks & Tatsachen

Gepostet, geliked, geteilt… und geschädigt? Mit einem Klick neuen Content generieren ist in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. so simpel wie Kaugummi kauen. Doch genauso einfach ist es auch, an der Tastatur oder mit der Computermaus Schaden anzurichten. Was viele User nicht wissen: Blind liken und teilen kann gewaltig ins Geld gehen – Urheberrecht ist auch im World Wide Web König!

Daumen hoch für rechtssicheres Liken und Teilen

Daumen hoch für rechtssicheres Liken und Teilen

Wie die meisten von euch bin auch ich ein Social-Media-Addict. Aus der Praxis weiß ich allerdings, wie schnell die Urheberrechts-Falle auch im Netz zuschnappen kann. Deswegen hab ich heute ein kleines Fahrsicherheitstraining durch die Welt des Like-Universums für euch.

Das sagt das Gesetz…

Mit einem Klick kann nicht viel schiefgehen? Außerdem machen es ja alle so! Ganz falsch gedacht: Wer das Falsche teilt, kann mit einem Schlag um die zehn Verwertungsrechte verletzen – so schnell kann’s gehen in den sozialen Netzwerken: Vervielfältigungs-, Verbreitungs- und Ausstellungsrecht, Senderecht, Vortrags-, Aufführungs- und Vorführrecht, das Recht der Wiedergabe durch Bild- oder Tonträger oder das Recht der Wiedergabe von Funksendungen und von öffentlicher Zugänglichmachung.

Rechte über Rechte, alle schön unverständlich verpackt im Urheberrechtsgesetz (UrhG). Wer bei so viel Recht den Überblick verliert, braucht eine kleine Zusammenfassung, was erlaubt ist und was nicht.

Vorsicht beim Teilen von Daten

Auch wenn Soziale Netzwerke zum Austausch von persönlichen Nachrichten und zunehmend auch zur Selbstdarstellung genutzt werden, sind sie in erster Linie Veröffentlichungsplattformen. Dabei vergessen Nutzer oft, dass sie mit ihren geteilten oder selbst verfassten Inhalten auch rechtliche Verantwortung übernehmen.

Deshalb ist in der Praxis ein genauerer Blick ratsam: Auf den ersten Blick ist nämlich nicht zu erkennen, ob es sich bei dem Inhalt um ein urheberrechtlich geschütztes Werk handelt oder nicht.

Bei den folgenden Werken müsst ihr besonders Obacht geben:

  • Reden, Computerspiele, Sprachaufzeichnungen und Musikstücke
  • Schriftwerke wie eBooks, Dokumente und wissenschaftliche Aufsätze
  • Künstlerische Entwürfe, z.B. Gemäldeskizzen oder Tanzchoreographien
  • Wissenschaftliche oder technische Darstellungen: Zeichnungen, Pläne, Karten oder Tabellen
  • Ganz wichtig: Fotos!

Mein Geheimtipp: Wollt ihr Inhalte von einer Website posten und dort eine „Share-Funktion“ eingebaut ist, gilt das als Einverständnis zum Teilen. Wenn nicht, lieber einmal mehr die Finger davon lassen.

Schönes Bild! Von dir?

Ich präsentiere: Fotos – die größte Urheberrechtsfalle in den Social Media. Ganz generell gilt vorab: Ein Bild, dass ihr selbst von euch oder eurer Lieblingskatze knipst und ins Netz hochladet, ist kein Problem. Mit fremden Bildern und Fotos wird’s komplizierter und vor allem abmahnfähiger. Ein Bild, dessen Urheber ihr nicht kennt, solltet ihr niemals einfach so teilen oder posten – auch wenn es andere Nutzer ebenfalls geteilt haben.

Ganz besonders vorsichtig solltet ihr bei folgenden Bildern sein:

  • Bilder von Promis, Comic- oder Zeichentrickfiguren
  • Instagrambilder von fremden Accounts
  • Bearbeitete Bilder (zum Beispiel Memes), die nicht als neues Werk angesehen werden können

Eine Möglichkeit für relativ sichere Bilder sind offizielle Bildprotale wie fotolia, pixabay oder pixelio. Dort findet ihr die Hinweise zum Urheberrecht direkt am Bild und könnt so sicherstellen, dass das Teilen in sozialen Netzwerken erlaubt ist.

Wo spielt die Musik?

Music was my first love… und wird auch definitiv die letzte sein, wenn aus einem kleinen eingebundenen Liedchen eine monströse Geldstrafe wird. Gerade bei Videokanälen wie YouTube ist die Hintergrundmusik ein wichtiger Bestandteil für eine schöne Atmosphäre.

Besonders bekannte Lieder unterliegen strikten Urheberrechtsvorgaben, dürfen also nicht einfach so für Vlogs und Co verwendet werden, außer ihr kauft eine Nutzungslizenz, was sehr teuer werden kann.

Mein Geheimtipp: Wenn ihr trotzdem nicht auf nettes Hintergrundgedudel verzichten wollt: Nutzt gemeinfreie Musik! Gemeinfrei bedeutet, dass sie keinem Urheberrechtsschutz unterliegen, weil dieser zum Beispiel schon abgelaufen ist. Zudem stellt YouTube in seiner Audio-Bibliothek einige Werke zur Auswahl, die ihr problemlos für eure Videos auf YouTube verwenden könnt. Auch schön anzuhören, und vor allem abmahnsicher!

Wenn ihr allerdings nur eure liebsten Kindheitserinnerungen für Opas nächsten Geburtstag schön aufbereiten wollt – das Video also nur im privaten Kreis gezeigt wird und niemand vorhat, mit dem homemade Video einen Oscar zu gewinnen – braucht ihr euch keine Sorgen um eine mögliche Rechtsverletzung machen.

… und so setzt ihrs einfach um

Brummt der Kopf von den vielen Verboten und Richtlinien? Kein Problem, hier gibt’s die Zusammenfassung:

  • Postet eigene Inhalte oder klärt vor der Veröffentlichung fremder Inhalte die Nutzungsvorschriften ab
  • Bei Verbreitung von fremden Fotos oder Bildern lohnt sich ein Blick auf die Copyright-Lizenz
  • Erst denken, dann liken, teilen oder posten. Was einmal im Netz ist, kann nicht oder nur mit viel Aufwand gelöscht werden
  • Geht auf Nummer sicher und spart euch zweifelhafte Aussagen über Gewalt, Rassismus oder Sex – zu leicht können euch eure Worte auf der Tastatur verdreht werden.

Vorsichtig solltet ihr auch bei Facebook Page Plug-Ins sein. Warum? Das könnt ihr bei exali.de nachlesen! 🙂

 

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